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Task Force "Das Auto von morgen" entwickelt Prioritäten für Forschungsprojekte

Bürgernahe Gestaltung der Forschungspolitik, Unterstützung der Industrie in dem Bestreben, den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht zu werden: Dieses zweifache Anliegen veranlaßte Edith CRESSON (Kommissarin für Forschung, allgemeine und berufliche Bildung), Martin BANGEMANN ...

Bürgernahe Gestaltung der Forschungspolitik, Unterstützung der Industrie in dem Bestreben, den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht zu werden: Dieses zweifache Anliegen veranlaßte Edith CRESSON (Kommissarin für Forschung, allgemeine und berufliche Bildung), Martin BANGEMANN (Kommissar für Industrie, Telekommunikation und Informationstechnologien) und Neil KINNOK (Kommissar für das Verkehrswesen), sich zusammenzuschließen, um die Entwicklung der Technologien zu fördern, die sowohl die Lebensqualität unserer Gesellschaft als auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie bestimmen werden. Für jedes dieser Themen ist eine Task Force zuständig. In diesem Beitrag wird die Task Force "Das Auto von morgen" vorgestellt. Auf Grund des exponentiellen Anstiegs des Verkehrsaufkommens und trotz der Bemühungen, schadstoffärmere Fahrzeuge zu bauen, haben die Probleme der durch den Verkehr verursachten Umweltbelastungen heute beängstigende Ausmaße angenommen. Beunruhigt über diese Lage planen einige Länder deshalb sehr restriktive Rechtsvorschriften. Auf dem Weg zu schadstoffarmen, sicheren und energiesparenden Fahrzeugen sind bereits beachtliche Fortschritte erzielt worden. Die Automobilhersteller haben Arbeiten über die Konzeption und Kontrolle der Verbrennungsprozesse in Angriff genommen, durch die die Emissionen von CO2 und anderen "Treibhausgasen" verringert werden sollen. Allerdings bleibt noch viel zu tun. Die Automobilindustrie nimmt in der europäischen Wirtschaft eine Schlüsselstellung ein. Die Wertschöpfung der Fahrzeugherstellung beträgt 9 % des BIP. Dieser Industriezweig beschäftigt unmittelbar 1,8 Millionen Menschen, und die Gesamtzahl der von der Automobilindustrie geschaffenen Arbeitsplätze entspricht 8,3 % aller gewerblichen Arbeitsplätze in Europa. Die Forschungsausgaben der europäischen Automobilindustrie beliefen sich 1991 auf 11 Milliarden ECU. Speziell bei der Forschung im Bereich von schadstoffarmen Fahrzeugen und Elektroautos ist die Stellung der europäischen Industrie allerdings nicht sehr günstig. Ihre Anstrengungen sind zersplittert und können mit denen ihrer Konkurrenten nicht Schritt halten. Die US-Regierung will im Jahre 1995 300 Millionen Dollar für Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit dieser Initiative bereitstellen. Auch alle großen japanischen Automobilunternehmen investieren in diesem Bereich beachtliche Summen. Ziel der Task Force "Auto von morgen" ist die Förderung der für die Realisierung eines kurzfristig wettbewerbsfähigen "Autos von morgen" erforderlichen Forschungs- und Demonstrationsvorhaben. Die von der Kommission ergriffene Initiative dürfte eine Koordinierung der bisher noch vereinzelten und zersplitterten Aktionen ermöglichen, die im Bereich emissionsarmer oder -freier Fahrzeuge durchgeführt werden. Schwerpunkt der Arbeiten sind kritische technologische Aspekte, die der raschen Verwirklichung von Fahrzeugen dieses Typs noch entgegenstehen. Die Arbeiten erstrecken sich insbesondere auf - fortschrittliche Energiespeicherungs- und Antriebstechniken, insbesondere im Zusammenhang mit Batterien und Brennstoffzellen; - kritische flankierende Technologien (Elektronik, leichte Werkstoffe, Telematik, usw.); - die Integration dieser Technologien in emissionsfreie Fahrzeuge oder Hybridfahrzeuge in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Automobilbranche. Um sich ein besseres Bild zu machen von den Erfordernissen und Prioritäten, haben bereits in der Vorbereitungsphase informelle Kontakte mit den betroffenen Akteuren - Automobil- und Zulieferindustrie, einschließlich der KMU, Energieerzeugungs- und -verteilungsunternehmen, usw. - stattgefunden. Derzeit laufen Verhandlungen mit Vertretern aller beteiligten Sektoren, um gemeinsam den wissenschaftlichen und technologischen Inhalt eines Aktionsplans festzulegen. Regelmäßig stattfindende Sitzungen werden den Beteiligten Gelegenheit bieten, den jeweiligen Stand der Forschungsarbeiten und die angestrebten Ergebnisse zu erörtern. Aktionsprogramm für 1995: - 14. Juni: Für diesen Tag ist eine Sitzung mit den Unternehmensleitern vorgesehen, an der Frau Cresson und Herr Bangemann teilnehmen werden. - Oktober: Der vorläufige Aktionsplan der Task Force, der in Absprache mit allen maßgeblichen Akteuren erstellt wird, soll im Oktober vorgelegt werden. - Dezember: Die Konsultation der europäischen Organisationen und Institutionen ist für Dezember 1995 vorgesehen, und der Aktionsplan soll im gleichen Monat anlaufen. Einzelheiten zu den fünf anderen Task Forces sind in der RTD-News-Datenbank den Beiträgen unter den jeweiligen RCN-Nummern zu entnehmen: - Multimediale Lernprogramme (RCN 4288); - Das Flugzeug der neuen Generation (RCN 4290); - Impfstoffe und Viruserkrankungen (RCN 4291); - Der Zug der Zukunft (RCN 4292); - Intermodalität im Verkehr (RCN 4293).

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