Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS
TOwards imProved screening for breast, cervical and colorectal cancer in Eastern-Europe: Equitable, Actionable, Sustainable and Trustworthy

Article Category

Article available in the following languages:

Die Krebssterblichkeit durch verbesserte Vorsorgeuntersuchungen verringern

Gezielte Verbesserungen der Krebsvorsorgeprogramme in Mittel- und Osteuropa werden zur Verringerung von Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung und Steigerung der Gesamtüberlebensraten beitragen.

Darmkrebs, Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs verursachen in Mittel- und Osteuropa zusammen 155.000 Todesfälle pro Jahr. Es gibt jedoch starke Indizien dafür, dass sich ein großer Teil der Fälle, die insbesondere gefährdete Bevölkerungsgruppen betreffen, durch die Umsetzung robusterer Vorsorgeprogramme verhindern ließe.

Die bestehenden Vorsorgeprogramme verbessern

Um dies unter Beweis zu stellen, hat sich Projekt EU-TOPIA-EAST(öffnet in neuem Fenster) das Ziel gesetzt, bestehende Vorsorgeprogramme in drei repräsentativen mittel- und Osteuropäischen Ländern zu verbessern: Nämlich Rumänien (mit Schwerpunkt auf Gebärmutterhalskrebs), Georgien (Brustkrebs) und Montenegro (Darmkrebs). Das Projekt baute auf einem früheren EU-finanzierten Projekt namens EU-TOPIA auf, das Fahrpläne zur Verbesserung dieser Krebsvorsorgeprogramme entwickelte. „In diesem Projekt wollten wir diese Fahrpläne zu Aktionsplänen verfeinern“, erklärt Projektmitglied Eveline Heijnsdijk vom medizinischen Zentrum der Erasmus-Universität(öffnet in neuem Fenster) in den Niederlanden. „Diese Aktionspläne, die die lokalen Gesundheits- und Sozialsysteme berücksichtigen, würden dann zu Änderungen der aktuellen Vorsorgeprogramme führen.“ Das Projekt hatte ebenfalls den Anspruch, praktische Aspekte der Krebsvorsorgeuntersuchung wie etwa den Ressourcenbedarf sowie die Kosteneffizienz einer Maßnahmenausweitung auf nationaler Ebene zu berücksichtigen. Außerdem musste gewährleistet sein, dass die Empfehlungen und bestmöglichen Verfahren nicht nur den drei Zielländern, sondern der gesamten Region zugutekommen würden.

Unterrepräsentierte Gemeinschaften bei der Akzeptanz von Vorsorgeuntersuchungen

EU-TOPIA-EAST befasste sich zunächst mit der Datenerhebung in den drei Ländern. „Für alle Länder wurden Simulationsmodelle entwickelt, um die kurz- und langfristigen Schäden, Vorteile und die Kosteneffizienz der aktuellen Vorsorgeprogramme zu bewerten“, sagt Heijnsdijk. Es wurde zudem eine Analyse durchgeführt, um Interessengruppen (wie etwa lokale Basisorganisationen) zu identifizieren, die dabei helfen könnten, Hindernisse für eine umfassenderes Vorsorge zu überwinden. Mithilfe dieser Analysen wurden geeignete und durchführbare Maßnahmen zur Verbesserung der Akzeptanz herausgearbeitet. „Der aktuelle Datenfluss wurde analysiert und es wurden Probleme im Zusammenhang mit dem Datenerhebungsmanagement und der Qualitätssicherung identifiziert“, fügt Heijnsdijk hinzu. „Wir haben geprüft, ob die notwendigen Informationen zur Berechnung der wichtigsten Qualitätsindikatoren verfügbar waren und ob die Datenerhebung den Anforderungen der EU und der nationalen Gesetzgebung über die Privatsphäre entsprach.“ Es wurden Workshops und Gesprächsrunden mit Verantwortlichen im Bereich von Politik und Vorsorgeprogrammkoordination abgehalten, wobei die Gewährleistung gerechter Maßnahmen im Fokus stand. Bevölkerungsgruppen mit niedrigen Einkommen und Minderheiten sind bei der Akzeptanz von Vorsorgeuntersuchungen oftmals unterrepräsentiert. Die Zusammenführung von Sachverständigen aus der Politik, Programmkoordination und Forschung half dem Projektteam dabei, gesellschaftliche und wirtschaftliche Hindernisse für die Umsetzung optimaler Vorsorgeprogramme zu identifizieren.

Nicht übertragbare Erkrankungen angehen

Diese Arbeit führte zur Umsetzung von Verbesserungen. Konkret bedeutet dies, dass IT-Systeme aktualisiert wurden und dass in Georgien ein neues Krebsvorsorgezentrum eröffnet wurde. In Rumänien und Montenegro wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um mit schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen in Kontakt zu treten. „In Montenegro ist ein neues Darmspiegelungszentrum eröffnet worden“, sagt Heijnsdijk. „Das Darmkrebsvorsorgeprogramm des Landes wurde nach einer zweijährigen Unterbrechung wieder aufgenommen. Die Programme wurden kontinuierlich überwacht, wobei Verbesserungen in Bezug auf die Einladungsquote und die Adhärenz festgestellt wurden.“ Verschiedene vom Projektteam entwickelte Werkzeuge und Webinare stehen weiterhin online zur Verfügung. Diese Daten werden hoffentlich auch von Behörden und Vorsorgefachkräften außerhalb des Projekts genutzt, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse von EU-TOPIA-EAST fortwährend umgesetzt werden. Letztendlich werden verbesserte Vorsorgeprogramme zum Erreichen des UN-Nachhaltigkeitsziels 3.4 beitragen: „Bis 2030 soll die vorzeitige Sterblichkeit durch nicht übertragbare Krankheiten mittels Prävention und Behandlung um ein Drittel gesenkt werden.“

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich

Mein Booklet 0 0