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Future Availability of Secondary Raw Materials

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Das Rohstoffpotenzial der europäischen städtischen Abfallströme erschließen

Im Zuge von Forschungsmaßnahmen wird eine umfassende Bewertung der in den Abfallströmen Europas enthaltenen kritischen Rohstoffe durchgeführt.

Die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen (CRMs) wird in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich deutlich ansteigen. „Obwohl diese Stoffe für Europas grüne und digitale Wende sowie für seine wirtschaftliche Unabhängigkeit von entscheidender Bedeutung sind, hat eine kleine Anzahl von Nicht-EU-Ländern größtenteils die Kontrolle über die Versorgung – das macht Europa besonders anfällig für geopolitische Spannungen“, sagt James Horne(öffnet in neuem Fenster), Projektleiter beim Kompetenzzentrum Waste of Electrical and Electronic Equipment Forum(öffnet in neuem Fenster) (WEEE Forum). Es mangelt zwar an binneneuropäischen Primärquellen für CRMs, es gibt allerdings eine potenzielle lukrative Sekundärquelle: Alltagsabfall. Das EU-finanzierte Projekt FutuRaM(öffnet in neuem Fenster) soll zur Erschließung des Potenzials dieser städtischen Abfallströme beitragen. „FutuRaM liefert Einblicke in das Potenzial zur Gewinnung kritischer Rohstoffe aus den in Europa anfallenden Abfällen und bietet der EU damit die Möglichkeit, einen Teil ihres kritischen Rohstoffbedarfs intern zu decken und ihre Abhängigkeit von außereuropäischen Primärquellen zu verringern“, ergänzt Horne, der das Projekt koordiniert.

Die kritischen Rohstoffmengen prognostizieren

Zur Bewertung des jeweiligen Abfallstrompotenzials für kritische Rohstoffe stellte das Projekt die Bereiche Batterien, Elektro- und Elektronikgeräte, Fahrzeuge, Bergbau, Schlacken und Aschen sowie Bau- und Abbruchabfälle unter Verwendung einer innovativen Methode in den Blickpunkt. Die Methode wertet Daten zu sekundären und kritischen Rohstoffen aus, um die jeweiligen aktuellen Bestände und Ströme zu modellieren. Zudem werden detaillierte Zukunftsszenarien integriert, um die Rohstoffmenge in jedem Abfallstrom bis zum Jahr 2050 abzuschätzen. „Das Ziel ist es, die kommerzielle Verwertung von Sekundärrohstoffen wie auch von kritischen Rohstoffen durch die Hersteller, Recyclingunternehmen und Investorenschaft zu fördern sowie politische Verantwortliche und Regierungsbehörden zu unterstützen“, erklärt Horne. Über die städtische Rohstoffquellen-Plattform(öffnet in neuem Fenster) des Projekts können Daten und Prognosen für alle Abfallströme eingesehen werden.

Die Verordnung zu kritischen Rohstoffen unterstützen

Die Projektforschung war zudem auf die Weiterentwicklung der Rahmen-Vorratsklassifikation der Vereinten Nationen (United Nations Framework Classification for Resources, UNFC) ausgerichtet – ein Instrument, das ein besseres Verständnis zur Tragfähigkeit von Rohstoffvorhaben ermöglicht. „Die Anpassung der UNFC-Methodik ermöglicht einen harmonisierten und ganzheitlichen Rahmen, um die Durchführbarkeit von Rückgewinnungsvorhaben zu bewerten und gegenüber Fachleuten in der Projektentwicklung, in Behörden und in der politischen Entscheidungsfindung transparent zu kommunizieren“, merkt Horne an. Im Zuge der Projektarbeit wurden die UNFC-Bewertungskriterien angepasst und erprobt, um die spezifischen Merkmale von Sekundärrohstoffvorhaben besser zu erfassen, was in einer umfassenderen Bewertung ihrer technischen, sozioökonomischen und ökologischen Tragfähigkeit resultierte. Die Ergebnisse des Projekts halfen zudem bei der Umsetzung der EU-Verordnung zu kritischen Rohstoffen(öffnet in neuem Fenster). „Die Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU(öffnet in neuem Fenster) (GD GROW) ersuchte unsere Forscherinnen und Forscher um die Bereitstellung von Daten zur Identifizierung von Hotspots kritischer Rohstoffe im Abfallstrom, damit diese gezielt anvisiert werden können“, bemerkt Horne. „Die Fähigkeit zur Bereitstellung dieser Daten im Laufe des Projekts war eine herausragende Leistung, da die Ergebnisse eines Projekts selten bereits vor dessen Abschluss Verwendung finden.“ Die UNFC-Methodik kann über SARA4UNFC(öffnet in neuem Fenster), ein von FutuRaM entwickeltes Online-Tool, genutzt werden.

Ein Quell an Daten zu Abfallströmen

Das FutuRaM-Projekt hat einen Quell an informativen Daten zu verschiedenen Abfallströmen hervorgebracht, die jeweils für die Stärkung der europäischen Versorgung mit kritischen Rohstoffen von entscheidender Bedeutung sind. „In Kombination mit der Entwicklung der UNFC-Methode entsteht somit eine solide Grundlage für eine effizientere Umsetzung neuer Verfahren zur Verwertung von Sekundärrohstoffen in Europa“, lautet das Fazit von Horne. Das Projektteam hat vor, seine Arbeit im Rahmen des EU-finanzierten Projekts FutuRaM 2 fortzusetzen, das Anfang 2027 anlaufen soll.

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