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Planung des innerstädtischen Transportwesens

Das Verkehrschaos ist in fast allen modernen Großstädten zur alltäglichen Realität geworden, und die Verkehrsbehörden sind ständig auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen zur Bewältigung dieser Probleme. Ein so kompliziertes Thema erfordert die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Behörden aller Länder im Hinblick auf den Informationsaustausch. Die rechtlichen und behördlichen Maßnahmen für ein nachhaltiges innerstädtisches Verkehrskonzept (LEDA) sind Gegenstand einer umfassenden Studie zur Unterstützung regionaler, nationaler und europäischer Behörden bei der gemeinsamen Bewältigung von Problemen im Stadtverkehr.

Klimawandel und Umwelt

Das Hauptziel des Forschungsprojekts LEDA besteht in der Festlegung rechtlicher und ordnungspolitischer Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Konzepts für den Verkehr in Großstädten. Da in diesem Projekt die Personenbeförderung den Schwerpunkt des Interesses bildete, wurden der Beförderungsbedarf und die verfügbaren Beförderungskapazitäten in mehr als 40 Städten eingehend untersucht. Außerdem wurden einige eng mit der Personenbeförderung verbundene Sachgebiete wie etwa Umweltfragen und Flächennutzungspläne in die Studie einbezogen. Die Studie führte zur Aufstellung eines Bestandsverzeichnisses mit einer Vielzahl von rechtlichen und behördlichen Maßnahmen, die gegenwärtig auf den Stadtverkehr anwendbar sind. Auf der Grundlage von Innovations- und Auswirkungskriterien wurden 20 dieser Maßnahmen ausgewählt und im weiteren Verlauf der Studie eingehend analysiert. Bei dieser Analyse wurden Aspekte wie etwa die Reaktion der Öffentlichkeit, die Bedingungen für eine Durchsetzung und andere mit den jeweiligen Maßnahmen verbundene Aspekte berücksichtigt. Das wichtigste Merkmal der Studie ist die Analyse der Übertragbarkeit der betrachteten Maßnahmen. Aus diesem Grund arbeitete das Konsortium ein realisierbares Rahmenwerk aus, um mit dessen Hilfe das Potenzial der in unterschiedlichen städtischen Umfeldern anzuwendenden Maßnahmen zu untersuchen. Dafür wurden zwei Dokumentationsarten entwickelt. Für städtische Behörden wurde eine Auswahl von Richtlinien für eine optimale und effektive Umsetzung der wirksamsten Maßnahmen zusammengestellt, während für die regionalen, nationalen und europäischen Behörden eine Serie von Empfehlungen herausgegeben wurde, aus denen die möglichen Auswirkungen neuer Maßnahmen auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen hervorgehen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt über eine Website, ferner über eine CD-ROM mit der Datenbank, Broschüren, eine internationale Konferenz sowie Round-Table-Konferenzen in den einzelnen Partnerländern, auf denen die Sachdienlichkeit von Änderungen an den gesetzlichen Rahmenbedingungen erörtert wird. Vier regionale Benutzergruppen, deren Angehörige sich über sämtliche Mitgliedsstaaten und MEL-Länder verteilen, überwachen den gesamten Prozess. Es wird erwartet, dass Aktivitäten zur Nutzung der Ergebnisse von LEDA hauptsächlich von einzelnen Behörden in ihren jeweiligen Ländern, Regionen oder Städten organisiert und dort zur optimalen Stadtverkehrsplanung eingesetzt werden.

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22 Dezember 2020