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Auf dem Weg zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls

Die Säuberung der Umwelt ist eine deprimierende Aufgabe. Die nationalen Regierungen müssen ihre Aktivitäten aufeinander abstimmen, um so effektiv wie möglich zu sein. Einige elementare Empfehlungen von einem britischen KMU werden bei den politischen Entscheidungen helfen, die es in diesen schwierigen Zeiten in Europa zu treffen gilt.

Klimawandel und Umwelt

Die meisten Menschen werden der Auffassung beipflichten, dass es drängende Umweltprobleme gibt, die angegangen werden müssen. Weniger Einigkeit herrscht dagegen oft über die Art und Weise, wie diese Probleme am besten gelöst werden sollten. Hier ist ein ausgewogenes Konzept gefragt, das wissenschaftliche Erkenntnisse und wirtschaftliche Tragfähigkeit zu einer ausgewogenen Politik vereinigt. Außerdem muss ein globaler Konsens erreicht werden. So wurden beispielsweise die Vorgaben des 1997 auf der Klimakonferenz von Kyoto formulierten Protokolls von einigen Teilnehmerstaaten, unter ihnen die USA, noch immer nicht ratifiziert. Dieser Umstand wird die Wirksamkeit der Initiative bei der Erreichung ihres Ziels einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen einschränken. Ein britisches KMU hat jetzt in Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Partnern den Zusammenhang zwischen Umwelt- und Wirtschaftspolitik untersucht. Die Forschung liefert Einblicke in die marktabhängigen Mechanismen, die für die Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen maßgeblich sind. Zu den untersuchten Mechanismen gehören die gemeinschaftliche Umsetzung, die Mechanismen für eine saubere Entwicklung und der Handel mit Emissionsrechten. Jeder dieser Mechanismen bringt bestimmte Transaktionskosten mit sich, und diese Kosten müssen möglichst niedrig gehalten werden, damit die ergriffenen Maßnahmen wirtschaftlich tragbar sind. Wie sich herausstellte, bildet die Projektgröße den wichtigsten Faktor für die Transaktionskosten der gemeinschaftlichen Umsetzung und der Mechanismen für eine saubere Entwicklung. Die aus dieser Arbeit abgeleiteten Empfehlungen lauten unter anderem, Projekte zu bündeln und die angewandten Verfahren zu rationalisieren und zu standardisieren. Im Hinblick auf den Emissionshandel wird eindringlich vorgeschlagen, so bald wie möglich versuchsweise einen europäischen Markt für Emissionshandel zu schaffen. Auf nationaler Ebene gibt es solche Strukturen bereits, und sie haben dort auch gut funktioniert. Ein grenzüberschreitender Emissionshandel jedoch ist mit verschiedenen neuen Herausforderungen verbunden, die in erster Linie rechtlicher Natur sind. Deshalb wird ein Testmarkt dabei helfen, die Tücken eines solchen Systems auszuräumen, bevor die Vorgaben von Kyoto in der Zeit von 2008 bis 2012 verbindlich werden. Außerdem sollten die Transaktionskosten mit flacher werdender Lernkurve sinken. Der Testmarkt wird zudem die Gelegenheit bieten, Unterschiede der Risiken unter den verschiedenen teilnehmenden Ländern auszumachen. Das britische KMU ist zusammen mit seinen Partnern auf der Suchen nach Möglichkeiten, um ihre Ergebnisse zusammen mit Regierungsstellen oder akademischen Institutionen zu nutzen, die sich mit dieser Art Forschung beschäftigen.

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