Fortschrittliche NDT-Technologien für die Luft- und Raumfahrttechnik erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit der EU
Im Verlauf der Entwicklung von Flugzeugkomponenten müssen ganze Serien von NDT-Techniken angewandt werden, und mit den ständig steigenden Qualitätsvorgaben, die sich aus den größeren Lebenszyklen von modernen Konstruktionen ergeben, steigen auch die Anforderungen an diese NDT-Verfahren. Daher wird in Prozessen des Concurrent Engineerings heute immer größerer Wert auf die Integration von NDT-Verfahren in den gesamten Fertigungsprozess - vom ersten CAD-Entwurf bis zur Endmontage - gelegt. Bei den in der Fertigung eingesetzten NDT-Verfahren kommen unterschiedliche Techniken zur Anwendung, die alle auf das Testen und Messen der verschiedenen Materialparameter und mechanischen Eigenschaften ausgerichtet sind. Der Zweck dieser Techniken besteht im Analysieren von Strukturen und im Aufspüren möglicher Defekte, damit kritische Materialfehler so früh wie möglich erkannt und somit die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz optimiert werden können. Der erste Schritt zur Realisierung der neuen NDT-Konzepte bestand in der erfolgreichen Verknüpfung von NDT-Verfahren mit anderen Lebenzyklus-Konstruktionsprinzipien, die in der Luft- und Raumfahrttechnik Anwendung finden. Um ein gut aufeinander abgestimmtes Funktionieren dieser Prozesse zu gewährleisten, wurden verschiedene industrielle Ziele definiert, unter anderem die Standardisierung der Architektur von NDT-Werkstattausrüstungen und die Bereitstellung fortschrittlicher Software-Tools. Diese Software-Tools sollten die gemeinsame Nutzung von Informationen durch NDT-Abteilungen und andere Disziplinen verbessern, die Zuverlässigkeit erhöhen und Inspektionen optimieren sowie eine Zusammenführung der Ergebnisse unterschiedlicher Inspektionstechniken zur Abfallverminderung ermöglichen. Der dadurch geschaffene technologische und wirtschaftliche Vorsprung wird mit leistungsfähigeren, modellbasierten NDT-Techniken sowie durch eine automatische Erkennung und Klassifizierung von Defekten erzielt und steigert so die Wettbewerbsfähigkeit in der EU. Daher wurden in diesem Projekt zwei Validierungstests durchgeführt. Gegenstand des ersten Tests war eine modellbezogene Validierung mit NDT-Techniken, während im zweiten eine Validierung dieser NDT-Techniken durch zerstörende Materialprüfung durchgeführt wurde. Die kombinierten Ergebnisse aus diesen Tests wurden jetzt zu einem Bericht aufbereitet, in dem erläutert wird, wie fortschrittliche, integrierte Fertigungsprozesse der Luft- und Raumfahrttechnik für eine Optimierung der Inspektion von Oberflächenfehlern und Zwischengitterdefekten eingesetzt und somit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden können.