Städtische Software für sauberere Städte
PROPOLIS hat einen Beitrag zur Implementierung von vielen EU-Richtlinien bezüglich Umwelt, Energie und Transport geleistet und hierbei der strategischen Bedeutung einer langfristigen Stadtpolitik und deren Auswirkungen in europäischen Städten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Für eine erfolgreiche Zielumsetzung musste im Rahmen des Projekts die Nachhaltigkeit verbessert werden ohne dabei Kompromisse hinsichtlich der regionalen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einzugehen. So sollte die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsmarktsituation verbessert werden. Im Rahmen des PROPOLIS-Projekts stellte man sich dieser schwierigen Herausforderung und entwickelte eine maßgeschneiderte Software für jede der im Projekt eingeschlossenen sieben Regionen. Obwohl sich die Regionen mit Hinblick auf die Bedürfnisse, Richtlinien, wirtschaftlichen Bedingungen sowie die maßgeschneiderte Software unterscheiden, so nutzen sie doch ein gemeinsames System für die Analyse der städtischen Landnutzung und der Transportrichtlinien. Die bis jetzt gezogenen allgemeinen Schlussfolgerungen laufen darauf hinaus, dass mögliche zukünftige Regelungen sehr wahrscheinlich alle Dimensionen von städtischer Nachhaltigkeit verbessern werden. Auf Grundlage des SPARTACUS-Systems verbindet PROPOLIS MEPLAN (allgemeines Rahmenprogramm zur Modellierung von integriertem Transport und Landnutzung), USE-IT (Instrument zur Entscheidungsunterstützung) RASTER (Zusatzmodul) und MEPLUS (MEPLAN Post-Prozessor). RASTER modelliert disaggregierte auf GIS basierende Werte für die Beeinflussung durch Lärm, Schadstoffen und Bodenflächen als Indikatoren. MEPLAN wandelt diese in Werte um und berechnet Gruppen von Indikatoren für die städtische Nachhaltigkeit. Mit der resultierenden Software kann der Nutzer Indikatoren von Standardmodellergebnissen definieren und erstellen und verschiedene mathematische Resultate erzeugen, die für die jeweilige Region relevant sind. Die Ergebnisse werden von vier Rechtstheorien gestützt und werden dem Nutzer grafisch präsentiert, so dass er alle möglichen Alternativen vergleichen und Überlegungen zu möglichen Streueinflüssen formulieren kann. Die sieben Modellregionen innerhalb des PROPOLIS-Projekts sind so gewählt, dass alle Städte in der EU ihre zukünftigen Strategien daran orientieren und damit langfristige Vorteile erzielen können. Die genutzte Prognosetechnologie kann deshalb bei Entscheidungen mit einer Zeitspanne bis zu 20 Jahren hilfreich sein. Besonders die Tatsache, dass damit eine drastische Reduzierung der Verschmutzung und Verkehrsbelastung in den Städten ohne Zugeständnisse an die Nachhaltigkeit möglich ist, lässt auf eine vielversprechende und saubere Zukunft hoffen. Die Vorteile von PROPOLIS lassen sich am besten mit dem Aufgabenprofil des Projekts zusammenfassen: "Die Auswirkungen von langfristigen Strategien, die in verschiedenen europäischen städtischen Regionen Anwendung finden, bestimmen und verdeutlichen - und damit den Weg zu einer sauberen Umwelt, optimierten Landnutzungsmustern und besseren Transportmöglichkeiten ebnen."