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Inhalt archiviert am 2024-05-21
New markers of immunological stress and welfare in animals: porcine acute phase proteins in the production of healthy pigs

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Frühzeitige Erkennung von Infektionskrankheiten bei Schweinen

Eine von Wissenschaftlern der Universität Bonn zusammengestellte Methode und entsprechende Richtlinien sollen Schweinezüchtern helfen, ihren Bestand besser zu führen und Verluste durch Infektionskrankheiten zu vermeiden.

Akute Phasenproteine (APPs) sind eine spezielle Art von Proteinen, die von der Leber produziert werden, wenn der Körper eine Immunreaktion auf eine Infektion aufbaut. An der Universität Bonn wurde im Rahmen des LIFE QUALITY-Projekts untersucht, inwiefern der APP-Spiegel im Blut als Indikator für die Gesundheit der Schweine verwendet werden kann. Das Problem für die Schweinezüchter besteht darin, herauszufinden, ob ihr Bestand gefährdet ist oder nicht. Es ist weder praktikabel noch ökonomisch sinnvoll, jedes einzelne Tier des Bestandes zu testen, daher muss von kleinen repräsentativen Gruppen eine Probe genommen werden. Im Laufe der dreijährigen Dauer des Projekts haben die deutschen Wissenschaftler mehrere ausschlaggebende Bedingungen identifiziert, die beim Testen berücksichtigt werden müssen. Wie in allen kontrollierten Experimenten muss eine potenzielle Beeinflussung durch andere Variablen, die Auswirkungen auf die Gesundheit haben können, wie Alter, Geschlecht, Größe oder Status, ausgeschlossen werden. Die Zahl der Proben sollte nicht unter zehn Tieren liegen und die Schweine sollten zufällig aus verschiedenen Buchten ausgewählt werden. Ideales Alter und Gewicht der zu testenden Tiere sind festgelegt worden Die Wissenschaftler der Universität Bonn haben festgestellt, dass es irreführend sein kann, den APP-Spiegel der gesamten Gruppe einfach auf einen Mittelwert zu bringen. Zusätzliche Indikatoren von statistischer Bedeutung, wie Standardabweichung oder Standardfehler, sind unverzichtbar. Eine weitere Fehlerquelle, die die Züchter vermeiden müssen, ist die Entnahme von Proben direkt nach Impfungen, da der darauf folgende hohe APP-Spiegel fälschlicherweise auf eine Erkrankung hinweisen würde. Die Aussagekraft kann dadurch verbessert werden, dass die APP-Messungen durch andere biologische Tests der Tiere ergänzt werden, wie zum Beispiel Serum-Profile. APP-Tests könnten auch vor und nach der Durchführung von gesundheitsbezogenen Verbesserungen eingesetzt werden, um dadurch die Effektivität der ergriffenen Maßnahmen zu beurteilen. Indem sie diesen Richtlinien folgen, können Schweinezüchter sicherstellen, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen was die Gesundheit ihres Bestandes angeht. Beispielsweise sollte, wenn der APP-Spiegel eine vorher bestimme Schwelle überschreitet, der Bestand sofort auf ansteckende Krankheiten untersucht werden. Schweinezüchter und andere Interessierte, die mehr über diese Arbeit erfahren möchten, können die Website des Projekts besuchen: http://www.gla.ac.uk/appinpigs/(öffnet in neuem Fenster).

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