Die Überwachung des Ozeans aus größer Höhe
Es ist beinahe unmöglich, ausreichende Messungen in den weiten Ozeanen der Erde durchzuführen, um ein repräsentatives Bild zu erhalten. Daher spielt die Fernerkundung eine wichtige Rolle bei der Ozeanographie und der Küstenverwaltung. Die Wissenschaftler von Argoss analysierten die Strahlung, die von der Meeresoberfläche zurückgestreut wird, um mehrere verschiedene Parameter abzuleiten. Insbesondere wurde ein Inversionsverfahren angewendet, um oberflächennahe Konzentrationen von schwebenden Sedimenten und Chlorophyll zu erhalten. Argoss testete sein neues Verfahren mit SIOP-Daten (Specific Inherent Optical Properties - spezifische inhärente optische Eigenschaften) aus der Nord- und Ostsee, die von Rijkswaterstaat AGI geliefert wurden. Die Ergebnisse waren deutlich besser als bei herkömmlichen Verfahren und bieten einige Vorteile. Beispielsweise kann dasselbe Modell angewendet werden, um mehrere verschiedene Parameter aufzunehmen und es ist regionsunabhängig. Zudem ist das Verfahren ebenfalls mit nichtlinearen biooptischen Verfahren kompatibel. Argoss integrierte sein Verfahren in das verbreitet genutzte SeaDAS-Softwarepaket, das von der NASA entwickelt und verkauft wurde. Daher eignet es sich zur Verwendung bei Daten aus den SeaEiFS- und MODIS-Sensoren. Darauf aufbauend bietet Argoss Regierungs- und privaten Organisationen (z.B. Schwimmbaggerfirmen), die im Bereich der Küstenverwaltung tätig sind, Beratungsdienste an.