Ein effizientes System zur Tiefenüberwachung
Die Küstenverwaltung dient unter Einbeziehung menschlicher Intervention hauptsächlich dem ökologischen Schutz der Küsten bei gleichzeitigem Erhalt ihres wirtschaftlichen Werts. Die effiziente Verwaltung und Überwachung der Ressourcen in den europäischen Küstengewässern wird stark von informierten Strategiemaßnahmen bedingt, die wiederum von den Instrumenten zu ihrer Durchführung abhängig sind. Deshalb können rechtzeitige, präzise und zuverlässige Informationen über die Küstenregionen bedeutend zur effizienten Entscheidungsfindung beitragen. Dies diente für das OROMA-Projekt als Anlass, um an der Entwicklung eines kosteneffizienten, integrierten Überwachungsinstruments zur Bewertung von Küstenerosion und Wasserqualität in Beinahe-Echtzeit zu arbeiten. Zudem entstand aus der Projektarbeit ein Instrumentensatz zur Kartierung des Zustands der Küstenregionen mithilfe von elektronischen Medien und es wurden die entwickelten Instrumente in enger Zusammenarbeit mit potenziellen oder tatsächlichen Benutzern verifiziert. Zu diesen Instrumenten gehört das bereits vermarktete Bathymetrie-Bewertungssystem (BAS - Bathymetry Assessment System) zur effizienten Tiefenüberwachung flacher Gewässer mithilfe von Satellitenbildern und einer begrenzten Anzahl von Echolotungen. Auf der Grundlage von Mikrowellen- und optischen Satellitenbildern können durch dieses Instrument unter Nutzung einer begrenzten Anzahl von Echolotungen Tiefenkarten erstellt werden. Zu der momentan verfügbaren Technik gehört die Interpolation von Einstrahl-Echoloten mit einem durchschnittlichen Abstand von 200m zur Erstellung von umfassenden Gebietskarten. Im Unterschied dazu bietet das BAS Karten mit derselben Genauigkeit bei größeren Abständen von bis zu 600m. Das innovative System kann zur bathymetrischen Überwachung von Untiefen in Flachmeeren eingesetzt werden. Dazu gehört das Wattenmeer entlang der Nordseeküste als eines der größten Mündungsgebiete Europas.