Die Darstellung von Grenzen für Dienstleistungen im städtischen Bereich
Das COMET-Projekt diente dem Ziel, darzulegen, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Innenstädten von deren multifunktionaler Struktur abhängt. Da große Teile des Dienstleistungssektors aus den Innenstädten in die Vorstadtbereiche verlagert wurden, werden neue Methoden zur Steuerung dieses Prozesses benötigt. Deshalb wurden unter Nutzung neuer Wahrnehmungen auf Grundlage von Analysen und Vergleichen von Fallstudien neue Szenarien für multifunktionale Strukturen in Ballungsräumen erarbeitet. 1989 entwickelte das Netzwerk für die Stadtforschung in der Europäischen Union (N.U.R.E.C. - Network on Urban Research in the European Community) ein Instrument zur Eingrenzung die Fallstudiengebiete im Rahmen von COMET. Die Eingrenzungsstandards wurden durch morphologische Definitionen unterstützt und auf die kleinsten Verwaltungseinheiten angewendet. Da Österreich 1994 noch nicht zur Europäischen Union gehörte, fand für Wien keine solche Eingrenzung statt. Die wissenschaftlichen Partner von COMET änderten das morphologische Verfahren ab und grenzten ihren Fallstudienbereich anhand der Bevölkerungsdichte ab. Um keine wichtigen Gebiete auszuschließen, wurde eine zusätzliche Randzone für einen Ballungsraum in Erwägung gezogen. Zu dieser Randzone gehört das Gebiet, das 10km und weniger von der NUREC-Grenze entfernt liegt und bezieht sich auch auf die administrative Grundeinheit. Daher bietet die Randzone eine zusätzliche Möglichkeit zur Analyse der Fallstudiengebiete. Zur Durchführung dieses Arbeitspakets gehörte auch die Aktualisierung der Ballungsräume auf Grundlage der neuesten Satellitenbilder. Bezeichnungen wie "Innenstadt", "Kernstadt" und "Ballungsraum" basierten auf der Eingrenzung und wurden für jedes Fallstudiengebiet als Standard festgesetzt. Zudem werden auch künftige Arbeitspakete diese Bezeichnungen als Referenz nutzen. Unter anderem der Gedanke einer Eingrenzung von Ballungsräumen mithilfe des "dicht bebauten Gebiets" wird von den Vereinten Nationen und der Europäischen Kommission gleichermaßen akzeptiert. Insbesondere die GIS-basierte Eingrenzung ermöglicht eine Darstellung der Ergebnisse auf verschiedenen Karten. Insgesamt dient die Eingrenzung eines Ballungsraumes und seiner vielfältigen Teile als eine Grundlage für die vergleichende Forschung zu Prozessen der Vorortentstehung.