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Inhalt archiviert am 2024-05-24
Virtual ICT with Empathic Characters

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Die Untersuchung einfühlender Reaktionen auf Mobbing

Es konnten neue Verbindungen zwischen dem Mobbingstatus und seiner Beziehung zu Einfühlungsvermögen und Theory of Mind (ToM) nachgewiesen werden.

Mobbing ist ein verbreitetes und ernstes Problem, das heutzutage in Schulen auftritt. Eine Möglichkeit der Bekämpfung des Mobbings ist das Anerziehen eines gewissen Einfühlungsvermögens bereits in jungen Jahren. Deshalb richtete sich das VICTEC-Projekt (Virtual ICT with Empathic Characters) auf die emotionalen und einfühlenden Aspekte des Lernprozesses durch Konzentration auf persönliche und soziale Bildung (PSE - Personal and Social Education). Mit Hilfe eines Toolkits für die synthetischen Figuren wurden neue Technologien angewandt, um eine virtuelle Umgebung mit lebensechten Charakteren zu schaffen, mit denen sich die Kinder identifizieren können. Daraufhin wurde an der Universität Herts eine Bewertungsübung durchgeführt, bei der die Beziehung zwischen Mobbingstatus, Einfühlungsvermögen und Theory of Mind (ToM) untersucht wurden. Die Daten zeigten, dass sowohl Land als auch Geschlecht einen Einfluss auf die Ergebnisse hatten. Ein Faktor, der sich auf das Ergebnis auswirkt, hat möglicherweise damit zu tun, auf wie viel persönliche und soziale Bildung in einigen Ländern im Gegensatz zu anderen Wert gelegt wird. Außerdem fand man heraus, dass in allen beteiligten Ländern Schülerinnen ein stärkeres affektives Einfühlungsvermögen als Schüler aufwiesen. Sowohl Schüler als auch Lehrer füllten einen Mobbing-Fragebogen aus. Die Ergebnisse belegten, dass physisches Mobbing einfacher erkannt wird als relationales Mobbing, insbesondere relationale Viktimisierung. Dies bestätigt den Gedanken, dass relationales Mobbing hinter dem Rücken der Lehrer und bestimmter Schüler stattfindet. Man fand heraus, dass die Kinder die Interaktion mit der Software mochten und dass sie Mitgefühl für die Figuren empfanden, wenngleich die physische Erscheinung der Figuren nur einen geringen Stellenwert einnahm. Die zeigt, dass die Kinder in der Lage waren, Emotionen eher aus situationsbezogenen Auslösereizen als aus dem Äußeren der Figuren abzuleiten. Darüber hinaus zogen die Schüler die interaktive Anwendung dem Unterricht mit dem Lehrer vor, da sie Ersteres als privater empfanden. Zukünftig werden weitere Ergebnisse erwartet.

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