Zelltodregulation mittels Gen p73
Das Phänomen der Apoptose ist ein wesentlicher Faktor bei der Krebsbehandlung. Es hat sich gezeigt, dass die apoptotischen Pfade von Tumoren, die resistent gegen Bestrahlung und Chemotherapie sind, blockiert sind. Andere Tumore reagieren äußerst empfänglich auf Behandlungsmaßnahmen. Ihre apoptotischen Pfade sind aktiv. Diese Studie untersuchte jetzt die Funktion des Gens p73 bei der Zelltodinduktion. Es stellte sich heraus, dass p73 die Proteine Bax und PUMA reguliert, welche beide beim Zelltod mitwirken. Dieses hochwichtige Gen kontrolliert außerdem den CD95-Pfad für die Apoptose. Es gibt zwei p73-Arten: TA und DN. Ihre unterschiedlichen Funktionen wurden analysiert und beschrieben. Im Grunde induziert die TA-Isoform den Zelltod, während die DN-Isoform anti-apoptotisch wirkt. Weiterhin gibt es Moleküle, die mit p73 interagieren und somit seine Aktivität regulieren. Ein wichtiger Kandidat ist Itch, ein Enzym, das p73 - jedoch nicht seinen nahen Verwandten Gen p53 - bindet. Wenn DNA-Schäden auftreten, kommt ein Regelmechanismus ins Spiel. Itch wird herunterreguliert, während der Grad an p73 zunimmt. Ein weiteres am Apotosemechanismus beteiligtes Molekül ist PIAS-1. Seine Hauptauswirkung ist das Binden von p73 und die Einschränkung seiner Fähigkeit, transkribiert zu werden. Außerdem hat die Untersuchung eine Erklärung für die Anwesenheit mehrerer Chromosomensätze (Polyploidie) in Tumoren geliefert, die Überexpression aufweisen. Das umfasst das Molekül Bub-1, welches die pro-apoptotische Form des Gens verbindet, Tap73 und FLASH, ein Molekül, das Bestandteil der Cajal Bodies (CBs) im Kern ist. Es zeigte sich, dass dieses mit p73 interagiert, welches wiederum Einfluss auf die Zellzyklusprogression hat. Die an der Apoptose und Tumorkontrolle beteiligten Mechanismen sind komplex. Die Feinheiten dieser Pfade und ihre molekulare Kontrolle zu verdeutlichen, wird dabei helfen, neue Wege in der Krebstherapie einschlagen zu können.