Beurteilung von oxidativem Stress hinsichtlich der Anfälligkeit für die Prionenkrankheit
Störungen im normalen Redoxzustand einer Zelle können toxische Wirkungen verursachen. Dies geschieht durch die Produktion von Molekülen, wie zum Beispiel freien Radikalen, die alle Zellbestandteile, Proteine und DNA mit inbegriffen, zerstören können. Bei Menschen geht oxidativer Stress mit vielen Erkrankungen einher, Atherosklerose und Parkinsonsche Krankheit mit eingeschlossen, und ist in den allgemeinen Alterungsprozess implementiert. Die Anfälligkeit für die Prionenkrankheit, die auch die Traberkrankheit (Scrapie) und Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) umfasst, kann auch mit den Bedingungen für oxidativen Stress in Zusammenhang gebracht werden. Das normale Prionenprotein, PrPC, hat eine antioxidative Aktivität, die das Überleben der Zellen steigern kann. Dies lässt vermuten, dass die Akkumulation des abnormalen Prionenproteins, PrPSc, den Redoxzustand oder oxidativen Zustand der Zelle verändern kann. Partner des EU-finanzierten OXPRION Projekts haben die Bedeutung des oxidativen Stresses auf die Anfälligkeit für die Prionenkrankheit untersucht. Einer der Schritte in dem Forschungsprozess war, Mäuse mit dem Organophosphat Dimethoat einem oxidativen Stress auszusetzen. Um das Modell effektiv zu entwickeln, war es notwendig den Dosierungsgrad, der oxidative Stressbedingungen induziert, zu bestimmen. Das Ausmaß der Reaktionen des relevanten entgiftenden Enzymsystems in der Leber wurde bei unterschiedlich verabreichten Dosen über verschiedene Zeiten gemessen. Diese Stressenzyme umfassten Katalase, und Peroxidase GSHPx. Ein akuter Stress wurde im Hinblick auf die Menge an Carbonylgruppen in den Proteinen gemessen. Auf diese Art und Weise waren die Forscher in der Lage, die Dosierung und Behandlungsdauer zu bestimmen, um den geforderten Status des oxidativen Stresses in Geweben zu induzieren. Weitere Forschung könnte dabei helfen, das Grundverständnis der molekularen Mechanismen, die der Anfälligkeit der Prionenerkrankungen unterliegen, zu verbessern und zur Entwicklung zellularer Werkzeuge beizutragen, um die Behandlung zu verbessern.