Die Zukunft der Holzenergie in Europa
Holz wird als erneuerbare Energiequelle häufig missachtet. Der Grund dafür ist, dass andere Biokraftstoffe sowie andere erneuerbare Energiequellen wie Sonnen- und Windenergie eher im Zentrum des Interesses liegen. Das Centre for Renewable Energy Sources (CRES), ein führendes Forschungsinstitut für erneuerbare Energiequellen in Griechenland, hat am FuE-Projekt ECHAINE teilgenommen, das über das Fünfte Rahmenprogramm finanziert wird. Die Aufgabe bestand in der gründlichen Untersuchung der verschiedenen Auswirkungen, die eine intensive Ausweitung der Energieholzabholzung in Europa nach sich zieht. Das Institut fand erwartungsgemäß heraus, dass sich der Schaden am lokalen Ökosystem vergrößert, je mehr Holzmaterial aus dem Wald abgezogen wird. Das gilt sowohl für Holz als auch für andere nützliche Nebenprodukte des Abholzens. Allerdings können große Projekte Erfolg haben, wenn nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken eingesetzt werden. Daher muss ein angemessenes Gleichgewicht zwischen der Umwelt sowie wirtschaftlichen und technischen Aspekten erreicht werden. Deshalb empfiehlt CRES, die notwendige Technologie und das Wissen aus Regionen mit größerer Erfahrung in dieser Branche, vor allem aus Nordeuropa, zu den Neulingen zu transferieren. Den schwach bewaldeten Regionen Südeuropas sollte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Hier wird durch das Abholzen auch die Waldbrandgefahr verringert, die in den Mitgliedstaaten am Mittelmeer zu einem allgemeinen Problem geworden ist. Wichtige Erkenntnisse und Empfehlungen aus den Forschungsarbeiten des CRES wurden über die Website von ECHAINE sowie in Konferenzpräsentationen und wissenschaftlichen Publikationen in Zeitschriften öffentlich verbreitet.