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Vorhersagekraft der MAP-Übertragung

Die Überwachung von MAP beim Rind hat sich wegen der schwer fassbaren Art der Krankheit als eine schwierige Aufgabe erwiesen. Wissenschaftler haben deshalb Modelle entwickelt, um das Ausmaß dieser Krankheit in Herden unter zahlreichen Szenarien vorherzusagen.

Gesundheit

MAP oder Mycobacteruim a.paratuberculosis ist eine Krankheit, die große Verluste unter domestizierten Wiederkäuern verursacht. Der Hauptübertragungsweg verläuft durch die Aufnahme von Kot. Ferner kann sie auch über Milch an nicht entwöhnte Jungtiere weitergegeben werden. Vor kurzem wurde die Krankheit in nicht-wiederkäuenden, in freier Natur lebenden Tieren festgestellt. Dies führte zur Besorgnis wegen des potenziellen Infektionsherdes, den Tiere wie das Kaninchen darstellen. Die Krankheit kann versteckt bleiben oder in dem infizierten Tier ruhen. Jungtiere, die sich mit der Krankheit angesteckt haben, können unter Umständen bis in das Erwachsenenalter keinerlei Symptome aufweisen, wodurch der infektiöse Pool anwächst, wenn diese nicht aus der Herde genommen werden. Die Bakterien werden mit dem Kot ausgeschieden und eine hierauf erfolgende Aufnahme kann zur Infektion führen. Die Verbesserung der Kontrolle dieser bakteriellen Erkrankung wurde Ziel des PARA-TB TRANSMISSION Projektes. Gesamtziel war, die wildlebenden Arten, die die Infektion in sich tragen, zu identifizieren und hochgefährliche Übertragungsarten genau zu untersuchen. Es wurden realistische Modelle entwickelt, die das Ausmaß der Infektion in zahlreichen Situationen voraussagen können. Um die Voraussagekraft zu maximieren, entwickelte die Projektgruppe an der Universität von Thessalien in Griechenland Modelle mit zahlreichen Parametern. Die Übertragung durch wildlebende Tiere wurde bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten zwischen 0 (Ausscheidung mit Kot) und 50% bestimmt. Der Zeitpunkt der Keulung infizierter Rinder wurde ebenfalls als sehr wichtig erachtet. Der Zeitraum zwischen Diagnose der Symptome und wann das Rind ansteckend wird, bis zur Keulung wurde variiert. Ebenfalls berücksichtigt wurde, ob im Freien gekalbt wurde, sodass die Situationen von ausschließlichem Kalben im Freien bis hin zum ausschließlichen Kalben in geschlossenen Räumen modelliert wurden. Man fand heraus, dass das Kalben, die Hygiene und der Ort des Kalbens viel wichtiger waren als das Infektionsrisiko durch wild lebende Tiere. Auf Grundlage umfassender Modellparameter haben diese Ergebnisse zweifellos die Vorhersagekraft jüngster entwickelter Modelle erhöht. Die größte Auswirkung durch wild lebende Tiere wurde in großen Bauernhöfen gefunden, bei denen das Kalben ausschließlich im Freien stattfindet. Daher wurde empfohlen, weitere Forschungen im Hinblick auf wild lebende Tiere unter Verwendung dieser Parameter durchzuführen.

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