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Algal introductions to european shores

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Untersuchung des Ballastwassers auf fremde Meeresalgen

Ballastwasser von Schiffen wurde auf fremde Arten von Meeresalgen untersucht. Zusätzlich wurde ein Klassifizierungsprotokoll entwickelt, um die europäischen Küstengewässer zu schützen.

Klimawandel und Umwelt

Aquakulturen, die Seefahrt und die Freizeitschifffahrt haben dazu geführt, dass fremde Meeresarten weltweit in fremde Gewässer verbracht werden. Die ungewollte Einführung einer fremden Art in das europäische Ökosystem kann schwerwiegende Auswirkungen haben. Hierzu gehören schädliche Auswirkungen auf die natürliche Flora und Fauna einer Region sowie auf die ökonomische Aktivität. Es wird angenommen, dass sich die Situation im Verlauf des nächsten Jahrzehnts zuspitzt. Die EU hat dieses Problem erkannt und Maßnahmen ergriffen, um mit der hieraus resultierenden Bedrohung für die Biodiversität und die natürlichen Ressourcen fertig zu werden. Im Rahmen des ALIENS-Projekts wurde ein fächerübergreifender Ansatz gewählt, um die invasiven Arten der Meeresalgen an europäischen Küsten zu bekämpfen. Zudem lieferte das Projekt Entscheidungsträgern sowie Umweltmanagern wichtige Informationen. Die Ergebnisse wurden verwendet, um ein Klassifizierungsprotokoll zu entwickeln. Dieses kann verwendet werden, um zu bestimmen, ob eine bestimmte Art harmlos, potenziell gefährlich oder invasiv ist. Das Protokoll wurde bei der Implementierung von Richtlinien bezüglich des Imports von Aquakulturprodukten und bei der Erstellung von Schifffahrtsverordnungen verwendet. Die Ergebnisse zeigten, dass Meeresalgen im Inneren von Ballasttanks von Schiffen transportiert werden können. Da in den Tanks keine Pflanzenteile gefunden werden konnten, wird davon ausgegangen, dass die Kolonisierung der europäischen Küsten durch mikroskopisch kleine Algenarten erfolgt. In den 90 Litern Ballastwasser, die untersucht wurden, konnten 15 Algentaxa identifiziert werden. Dies ist eine beträchtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass ein Schiff Tausende Tonnen von Wasser als Ballast mit sich führen kann. Beinahe alle identifizierten Spezies waren von der Gattung Ulva, die weltweit in Meeres- und Mündungsgebieten angetroffen werden kann. Fremde Arten wurden auch in Ballastwasserproben aus Port Said, einer Stadt an der Mündung des Sueskanals, gefunden. Speziell dieses Gebiet ist bekannt als Brennpunkt für die Einführung von nicht heimischen Arten.

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