Neue Technologien zur Identifikation von überladenden LKW
Überladene LKW stellen nicht nur eine ernste Bedrohung für die Gesundheit und Sicherheit dar, sie können auch starke Schäden an der Straßeninfrastruktur verursachen, wodurch hohe Instandsetzungskosten entstehen. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts Top Trial erfolgte die Entwicklung eines schnellen, genauen und einfach anzuwendenden Systems mit einer hohen Detektionsrate, welches zur Durchsetzung der rechtlichen Bestimmungen eingesetzt werden kann. Zu den Projektpartnern gehörten Forscher, Behörden und Vertreter der Straßentransportindustrie aus vier Mitgliedsstaaten. Die Forschungsgemeinschaft führte Versuche mit dynamischen Wiegesystemen (Weigh-in-Motion - WIM) durch, welche entwickelt wurden, um das Gesamtgewicht und die Achslast eines LKW aufzuzeichnen, während er über das Sensortestfeld des Systems fährt. Herkömmliche dynamische Wiegesysteme beschränken sich bisher darauf, überladene LKW auf Autobahnen von der Polizei zu überwachen und sie zu Wiegesystemen zu eskortieren, die sich bisher durch eine geringe oder nicht vorhandene Mobilität auszeichneten. Das Projekt Top Trial trug dazu bei, durch die Entwicklung eines hochgenauen dynamischen Wiegesystems die Verkehrssicherheit und den Schutz der Straßeninfrastruktur zu verbessern. Die Projektpartner errichteten einen Prüfstand und führten Feldversuche mit diesem dynamischen Wiegesystem durch, bei dem eine Biegeplatte und Kristallsensoren zum Einsatz kommen, um die Achslast zu bestimmen. Eine Videokamera zeichnet zudem Bilder des überladenen LKW auf. Die Erkenntnisse des Projekts Top Trial können zur Reduzierung der Anzahl überladener LKW beitragen und so die Straßensicherheit erhöhen und die Straßeninfrastruktur vor Schäden schützen. Durch die Sicherstellung, dass LKW die zulässige Zuladung nicht überschreiten, trägt das Projekt zudem zum fairen Wettbewerb im Güterverkehr auf den europäischen Autobahnen bei.