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Wissensvermittlung im Gesundheitsbereich verbessern

Ein genauerer Blick auf Wissensvermittlungsysteme und darauf, wie diese die politische Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen unterstützen, wird zum Aufbau eines noch leistungsfähigeren Informationsnetzwerks mit modernisierten Gesundheitsdienstleistungen beitragen.

Digitale Wirtschaft

Die Regierungen sollten zur Verbesserung des Gesundheitswesens versuchen, die Lücke zwischen den Informationen über die Gesundheitssysteme und den Strategien, mit denen sie zu reformieren wären, zu schließen. Das EU-finanzierte "Bridge"-Projekt arbeitete ganz im Sinne dieses Ziels. Das Projekt listete Organisationen auf, die Wissen über Gesundheitssysteme in der EU vermitteln, so dass der Prozess verständlich wird und die Entscheidungsfindung verbessert werden kann. Um Wissensvermittlungsansätze und deren Verbindungen vollständig nachvollziehen zu können, entwickelte das Projektteam Kriterien zur Bewertung exakter Mechanismen und Modelle. Man führte etliche nationale Fallstudien durch, in denen Faktoren erkundet wurden, welche die Vermittlung von Forschungsergebnissen für die Politikgestaltung unterstützen. Das Projekt fand heraus, dass es eigentlich nur sehr wenig Aufwand erfordert, um die Wissensvermittlung in europäischen Gesundheitssystemen zu unterstützen. Dennoch wiesen die Fallstudien auf eine Anzahl von Mechanismen und Modellen hin, die zur Verbesserung der Wissensvermittlung ausgenutzt werden können. Beispielsweise empfahl Bridge den Einsatz von Stellungnahmen und Zusammenfassungen, um politische Entscheidungsträger anzusprechen deren spezielle Bedürfnisse widerzuspiegeln. Man schlug außerdem politische Dialoge, Netzwerke und Workshops vor, um die Zweiwege-Interaktion zu fördern. Bis zum Projektende konnte Bridge eine detaillierte Übersicht der Faktoren herleiten, welche den Einsatz von Informationen über Gesundheitssysteme bei der politischen Entscheidungsfindung beeinflussen. Man beleuchtete die Beziehung zwischen Wissensgeneratoren, Wissenvermittlern und Politikgestaltung unter Zuhilfenahme von Daten von über 300 relevanten Organisationen. Bridge legte außerdem den Grundstein für die weitere vergleichende Forschungsarbeit auf diesem Gebiet und gelangte zu Einsichten, auf welche Weise die Wissensvermittlung noch erheblich zu verbessern ist. Das Projektteam erstellte zwei wichtige Stellungnahmen dazu, wie die Wissensvermittlung über die europäischen Gesundheitssysteme künftig noch besser unterstützt werden und wie sie das Gesundheitssystem eines Landes voranbringen kann. Die Bridge-Resultate versprechen eine deutliche Optimierung der Politikgestaltung im Gesundheitswesen, was wiederum zur Bereitstellung einer noch besseren Gesundheitsversorgung für die Europäerinnen und Europäer beitragen wird.

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