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Inhalt archiviert am 2024-06-25
A combined pox-virus/lentiviral vector system to treat HIV infection. Immunization and direct in vivo gene transfer in T lymphocytes.

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Management von HIV-Infektionen

Ein EU-finanziertes Projekt arbeitet an der Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs, der menschliche Zellen vor HIV-Infektionen schützen kann, was eine neue Ära billigerer und wirksamerer HIV-Therapien einleiten könnte.

HAART (antiretrovirale Therapie) ist die derzeit einzig wirksame HIV-Therapie, die aber nicht das Virus selbst unschädlich machen kann und außerdem teuer ist, was sie für eine lebenslange Therapie ungeeignet macht. Angesichts der vielen Millionen Infizierten weltweit wird fieberhaft nach neuen und wirksameren HIV-Medikamenten gesucht. Insbesondere für HIV-1-Infektionen wird der Einsatz pockenviraler Vektoren erwogen, die zwar eine effektive Immunreaktion hervorrufen, deren Entwicklung aber noch nicht ausgereift ist. Das Projekt POX-GENE (A combined pox-virus/lentiviral vector system to treat HIV infection. Immunisation and direct in vivo gene transfer in T lymphocytes) nutzte vorhandenes Wissen und modernste biotechnologische Verfahren zur Generierung eines pockenviralen Vektors, mit dem sich Gene einschleusen lassen, die die Aktivität des HI-Virus hemmen. Der attenuierte Vaccinia-Virus-Vektor (ein großes, komplexes, behülltes Virus), den die Partner generierten, eignet sich einerseits als therapeutischer Impfstoff, andererseits für den direkten In-vivo-Gentransfer. Der POX-GENE-Vektor enthält alle genetischen Informationen zur Expression retroviraler Vektoren für den Transport eines antiviralen Gens. Das antivirale Gen wurde so konzipiert, das es Zellen wirksam vor HIV-Infektionen schützen kann. Die transduzierenden Partikel schützen in vivo sowohl naive, als auch Gedächtnis- und aktivierte T-Zellen. Zudem wurden Testsysteme zur In-vitro und In-vivo-Evaluierung der POX-GENE-Strategie optimiert und charakterisiert. In dieser Hinsicht besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf. Die Projektergebnisse werden das Management von HIV-Infektionen deutlich verbessern und Kosten reduzieren, da sie die Abhängigkeit von antiretroviralen Therapien senken. Der neue Vektor ist vor allem für ressourcenschwache Entwicklungsländer interessant, die am dramatischsten von HIV betroffen sind.

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