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Risk factors of work-related diseases - methods of evaluation and prevention

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Gemeinsame Forschungsvorhaben zu berufsbedingten Erkrankungen

Herz- und Gefäßkrankheiten sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates sind sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern ein enormes medizinisches Problem. Eine europäische Initiative verstärkte Forschungsaktivitäten zu Risikofaktoren berufsbedingter Erkrankungen des Herzkreislaufsystems und Bewegungsapparates.

Gesundheit

In erster Linie förderte das EU-finanzierte Projekt "Risk factors of work-related diseases - methods of evaluation and prevention" (REWARD) die Forschungszusammenarbeit, indem ein Konsortium aus Fachzentren (auch aus den Entwicklungsländern) eingerichtet wurde. Dabei sollten in den einzelnen Ländern anhand experimenteller, epidemiologischer, pathophysiologischer sowie Populationsstudien berufsbedingte Faktoren identifiziert werden. Die Projektarbeit war in drei wissenschaftliche Arbeitspakete gegliedert. Das erste analysierte berufsbedingte Beeinträchtigungen des neurovegetativen Systems und des Herzkreislaufsystems. Das zweite umfasste epidemiologische Methoden, um den Zusammenhang zwischen Arbeits- bzw. Umweltfaktoren und kardiovaskulären Erkrankungen zu klären. Als dritter Schwerpunkt wurden berufliche Risikofaktoren für Erkrankungen des Bewegungsapparates untersucht. Alle geplanten Aufgaben für diese Programme wurden von den Partnern gelöst. Weiterhin nahmen die Forscher an Austauschprogrammen mit Dänemark, Ungarn, Italien, Polen, der Ukraine, Russland, Schweden und dem Vereinigten Königreich teil. Die Forschungen und Ergebnisse ihrer Hochschulen und Einrichtungen präsentierten die Partner zunächst im Jahr 2009 auf der Auftaktveranstaltung zur 5. Internationalen Konferenz über Arbeitsumfeld und Kreislauferkrankungen (Conference on Work Environment and Cardiovascular Diseases) in Krakau, Polen. Danach wurden die Ergebnisse in einer Zwischenauswertung auf dem 14. ISHNE-Kongress (International Society for Holter and Noninvasive Electrocardiology) in Moskau, Russland, im Jahr 2011 vorgestellt. Das Abschlusstreffen fand 2012 während der REWARD-Konferenz in Lodz, Polen, statt. In Pilotstudien wurden Fragen zur Methodenvorbereitung für gemeinsame Studien und Untersuchungen geklärt, und eine dritte Gruppe von Untersuchungen befasste sich mit der Auswertung physiologischer Daten für Simulationsmodelle der Herzfrequenzvariabilität bei verschiedenen Arten körperlicher Bewegung. Die gemeinsamen Forschungsaktivitäten beförderten vor allem den Transfer von Wissen und Know-how zu berufsbedingten Risiken, was die Vorbereitung von Projektvorschlägen unterstützte, die unter dem Siebten Rahmenprogramm der EU (RP7) und dem (aktuellen) Forschungsprogramm Horizont 2020 gefördert werden. Das Konsortium REWARD kann nun umfangreiche, multizentrische interdisziplinäre Studien zum Einfluss beruflicher Risikofaktoren auf Erkrankungen des Skelettmuskel- und Herzkreislaufsystems durchführen, und auf dieser Grundlage kann auch zu weiteren Aspekten berufsbedingter Gesundheitsrisiken geforscht werden.

Schlüsselbegriffe

berufsbedingte Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Risikofaktoren, Herzkreislauferkrankungen

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