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European Research Infrastructures for Nuclear Data Applications

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Unterstützung der Entsorgung radioaktiver Abfälle

Da die Welt verstärkt nach Alternativen zur Verbrennung fossiler Brennstoffe sucht, wird die Kernenergie eine wichtige Rolle spielen. Ein europäisches Konsortium hat die Aussichten verbessert, indem es Daten bereitstellt, die benötigt werden, um langlebige radioaktive Abfälle zu reduzieren.

Klimawandel und Umwelt

Reaktoren der Generation IV, die für den Einsatz zwischen 2020 und 2030 geplant sind, bestehen aus sechs fortgeschrittenen Designkonzepten. Sie verkörpern Technologie für Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Proliferationsresistenz. Eine wichtige Säule davon befasst sich mit dem effektiven Umgang mit radioaktiven Abfällen. Transmutation oder Umwandlung von Quellen langlebiger Radioaktivität in stabile oder kurzlebige Materialien werden ein wesentlicher Aspekt sein. Er wird nicht nur zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der zukünftigen Kernreaktoren beitragen, sondern auch die Radiotoxizität der derzeitigen Abfallvorräte reduzieren. Eine genaue Beurteilung und Entwicklung geeigneter Technologien kann nur anhand einer zuverlässigen nuklearen Datenbank möglich sein. Das EU-finanzierte Projekt "European research infrastructures for nuclear data applications" (ERINDA) schuf ein Netzwerk von Einrichtungen und Experten, um die benötigten Informationen zu liefern. Neutronenstrahl-Technologie steht im Zentrum der neuen Forschungen zur Transmutation von radioaktivem Abfall. Das ERINDA-Konsortium vereint herausragende Neutronendatenanlagen in Europa, die ihre wertvolle Strahlzeit großzügig geteilt haben. Ziel war es, die notwendigen Datensätze zu schaffen, um realistische Simulationen zu entwickeln, die die Betriebsbedingungen der innovativen Reaktorsysteme vorhersagen. Der länderübergreifende Zugriff wurde durch eine Finanzierung an das ERINDA Konsortium ermöglicht, wodurch mehr als 3 000 Stunden Strahlzeit in 26 Experimenten möglich wurden. Die Teilnahme von Doktoranden und Postdoktoranden wurde stark gefördert. Weitere 16 Kurzbesuche in Höhe von insgesamt 106 Wochen Dauer gaben Wissenschaftlern die Möglichkeit, Ideen und Ressourcen an Instituten des Konsortiums auszutauschen. Die Koordinierung der Forschung zu Kerndatenmessungen beschleunigt die Entwicklung von Datenbanken, die für genauere Modelle der vorgesehenen Kernreaktorkonzepte erforderlich sind. Die Ergebnisse von ERINDA haben bereits die Simulation des Kernspaltungsprozesses für ein umfassendes Spektrum an Zielnukliden und Energien verbessert. Das wiederum führt zu einer schnelleren Entwicklung von Technologien, die die Entsorgung radioaktiver Abfälle und die Sicherheit von Kernreaktoren verbessern, und damit alles zugutekommen.

Schlüsselbegriffe

Kernenergie, Entsorgung radioaktiver Abfälle, langlebige Radioaktivität, Kernreaktoren, Radiotoxizität, Kerndaten, Transmutation, Neutronendaten, Reaktorsysteme, Reaktorsicherheit

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