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Neue Wirtschaftstheorie über die Volatilität von Vermögenswerten

Im Zuge bahnbrechender Forschung wurde eine genauere Methodik für die Analyse der Volatilität von Vermögenswerten entwickelt, die derzeit angewandte Methoden optimiert.

Gesellschaft

Die Weltwirtschaftskrise, welche die Welt unvorbereitet traf, hat dazu geführt, dass Wirtschaftswissenschaftler nach Ursachen suchen und Wirtschaftsmodelle überdenken. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts HETEROVOL (Heterogeneity and the volatility of financial assets) wurde ein neuer Ansatz für die Analyse der Volatilität von Vermögenswerten vorgeschlagen. Es wurde ein innovativer Rahmen für die Modellierung der Heterogenität in den Wirtschaftswissenschaften untersucht – d. h. ein Rahmen für Variationen, der über einzelne Betrachtungen von Einheiten hinausgeht –, um die Volatilität besser analysieren zu können. Zum Erreichen der Ziele ermittelte das Projektteam spezifische stochastische Verfahren, die im Bereich der Biomathematik Verwendung finden und die ebenfalls zur Untersuchung der genetischen Heterogenität einer Population herangezogen werden können. Daraufhin wurde ein neues mikrofundiertes Stochastikmodell zur Volatilität entwickelt, mit dem Einschränkungen bestehender Modelle überwunden werden können. Im Rahmen des Projekts wurde erfolgreich Finanzwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Mathematik kombiniert, um einen neuen Ansatz für die Heterogenitäts-Modellierung in den Wirtschaftswissenschaften zu erstellen. Konkret beinhaltete die Forschung umfassende Untersuchungen von Messwertverfahren und deren Anwendung in den Wirtschaftswissenschaften, insbesondere im Bereich der Vermögenstaxierung. Dies unterstützte die Entwicklung des neuen Ansatzes, der sich bei der Analyse der Heterogenitätsentwicklung und der Auswirkungen auf die Vermögenspreise als effektiv erwies. Bei dieser Methodik werden Aspekte wie der zukünftige Konsum, Risikoattribute und Überzeugungswandel berücksichtigt, welche sich maßgeblich auf die Wirtschaft auswirken. Während herkömmliche Wirtschaftsmodelle hinsichtlich stochastischer Verfahren zufriedenstellend waren, wenn in einer Wirtschaft eine kleine Anzahl an Agenten agiert, kann die neue Methodik besser mit mehreren Agenten und Variablen umgehen. Ein im Zuge des Projekts veröffentlichtes Paper hat den Weg für Zukunftsforschung in Bezug auf die Erfassung der Heterogenität in einer Wirtschaft geebnet. Das Thema beinhaltete die Entwicklung und Empfehlung eines Mechanismus, der genauere politische Entscheidungen im Bereich der Makroökonomie unterstützt. In einem zweiten Paper wurde über HETEROVOL auch untersucht, wie sich die Heterogenität auf die Volatilität von Vermögenswerten im Kontext kontinuierlicher stochastischer Volatilitätsmodelle auswirkt. Das neue Modell ist auf die Taxierung von Finanzoptionen nach europäischem Stil ausgerichtet, wobei die Vermögenspreise auf Grundlage von Mikrofundierungen ermittelt werden, die von einer Gleichgewichtsperspektive abgeleitet wurden. Dieses neue nicht affine Modell übertrifft bedeutsamerweise andere existierende affine und nicht affine Modelle. Die Projektergebnisse wurden zudem über Seminare, Konferenzen, Präsentationen und wissenschaftliche Beiträge verbreitet. Für Interessenträger von Finanzinstitutionen und aus der Akademie im Bereich der quantitativen Finanzwissenschaft werden die neuen Beiträge und Ansätze zweifelsohne aufschlussreich sein.

Schlüsselbegriffe

Volatilität von Vermögenswerten, Wirtschaftsmodelle, HETEROVOL, Heterogenität, stochastische Verfahren

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