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Securing future-proof environmentally compatible bioenergy chains

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Nachhaltige regionale Lieferketten für Bioenergie

Holzbiomasse ist eine wertvolle Energiequelle, die den ländlichen Regionen Europas zu einem großen Sprung vorwärts verhelfen kann. Ein Austausch bewährter Unternehmenspraktiken und innovativer Instrumente sollte nun die nachhaltige Nutzung dieser Art von Biomasse weiter propagieren.

Energie

Auf Bioenergie entfallen gegenwärtig ungefähr 60 % des Verbrauchs an erneuerbaren Energien sowie 10 % der gesamten Energieerzeugung in der EU. Die feste Biomasse stellt mit einem Anteil von 70 % (95,3 ktoe) am gesamten Bruttoinlandsverbrauch an Biomasse zur Energieerzeugung eindeutig die Hauptquelle an verbrauchtem Brennstoff in der EU dar. Den Wald vor Bäumen sehen Die Nutzung von Holz zur Erzeugung erneuerbarer Energien stellt sowohl eine Chance als auch eine echte Herausforderung dar. Die Chance liegt im Wirtschaftswachstum und in der Entwicklung der Länder, in der Schaffung von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten, einer geringeren Abhängigkeit vom Öl und in der Senkung der Treibhausgasemissionen. Die Herausforderung besteht darin, dass die Nutzung von Holzbiomasse mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft einhergehen muss, da ansonsten Wälder geschädigt und Lebensgrundlagen gefährdet werden können. Somit ist es wichtig, das Holz entlang der gesamten Wertschöpfungskette so effizient wie möglich zu nutzen. Dabei wird ein doppeltes Ziel verfolgt: der Schutz der Umwelt und der wirtschaftlichen Interessen. Die Zielstellung des EU-finanzierten Projekts SECURECHAIN ging in diese Richtung. SECURECHAIN propagierte das Konzept, die Menge an erneuerbarer Energie zu maximieren, die produziert und auf den europäischen Markt geliefert werden kann, indem auch die Menge an nutzbarem Holz maximiert wird. „Unser Hauptziel war es, nachhaltige Praktiken des Lieferkettenmanagements zu fördern, die den höchsten ökologischen und finanziellen Normen entsprechen“, bekräftigt Patrick Reumerman, leitender Berater des Projektkoordinators BTG Biomass Technology Group BV in den Niederlanden. Leitfaden der Innovationsbegleitung für KMU Das Projektforscherteam erkannte, dass die KMU die wichtigsten Akteure bei der Entwicklung lokaler Wertschöpfungsketten für die effiziente Erzeugung von fester Bioenergie sind. „Den Unternehmen vor Ort mangelt es möglicherweise an Wissen über spezielle Aspekte der Biomassetechnologien – etwa wie man Zugang zu Rohstoffen erlangt, effiziente Wertschöpfungsketten integriert und eine langfristige Planung und Qualitätskontrolle gewährleistet“, erklärt Reumerman. Um deren Potenzial tiefer auszuschöpfen und die Marktakzeptanz von Bioenergie zu steigern, entwickelte SECURECHAIN ein neues Paket zum Thema Innovationsbegleitung. Es beinhaltete hauptsächlich Innovationsgutscheine und maßgeschneiderte technische Unterstützung für die ausgewählten Projekte. Außerdem enthielt es Ökobilanzen, Finanzanalysen und Schulungen zur Nachhaltigkeitszertifizierung der gewählten Lösungen. Glanzpunkte der erfolgreichen Pilotprojekte Im Verlauf von SECURECHAIN arbeitete ein internationales Team aus Fachleuten mit regionalen Unternehmen zusammen, um in sechs ausgewählten ländlichen Modellregionen Europas nachhaltige Lieferketten für Bioenergie zu fördern. Diese Pilotprojekte deckten die gesamte Lieferkette der Bioenergie von der Ernte der Biomasse über die Treibstoffherstellung bis hin zur Energieumwandlung und Wiederverwertung ab. Das Energieversorgungsunternehmen Värnamo Energi AB ersetzte in vier Dörfern in Schweden 14 kleine Ölkessel durch vier neue Biokraftstoffkessel. Das in Schweden ansässige Fernwärmeunternehmen Lessebo Fjärrvärme investierte in einen innovativen Rauchgaskondensator, der in mit Biomasse befeuerten Kesseln eingesetzt wird. Novalia Sinergie, ein Unternehmen mit Sitz in Spanien, erweiterte seine Produktion um eine zusätzliche Pelletlinie für Industriepellets. Das kommunale Entsorgungsunternehmen AVEA hat die Biomasseverwertung aus Abfällen verbessert. Zu guter Letzt entwickelte BKgroen in den Niederlanden eine Pelletieranlage mit einem innovativen Trockner, der mit bei der Landschaftspflege anfallender Holzbiomasse betrieben wird. Mit Investitionen in lokale Wertschöpfungsketten verbesserte SECURECHAIN das Know-how, die internationale Positionierung und die gemeinsame Reichweite der ausgewählten Modellregionen. Die vorgestellten Lösungen aus den erfolgreichen Pilotprojekten leisten Hilfe bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Bioenergie und dienen außerdem als empfehlenswerte, in andere Regionen übertragbare Methoden.

Schlüsselbegriffe

SECURECHAIN, Bioenergie, Holzbiomasse, erneuerbare Energien, ländliche Regionen, nachhaltiges Lieferkettenmanagement, Innovationsbegleitung, feste Bioenergie

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