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Advanced Valve Control System

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Überwachung und Diagnose von Maschinen

Rotierende Maschinen bilden den Mittelpunkt vieler industrieller Technologien. Eine wichtige Voraussetzung für ihren sachgemäßen Einsatz ist dabei die Implementierung von Programmen zur Überwachung ihrer Betriebszustände. Wegen der Schwierigkeiten mit ihrem Einsatz und der mit ihnen verbundenen verstärkten Subjektivität wurden solche Programme bislang von europäischen Industriebetrieben nur selten angewendet, und in den wenigen Fällen, in denen sie zur Anwendung kamen, erwiesen sie sich als nicht erfolgreich. Ein europäisches Konsortium von Partnern aus unterschiedlichsten Branchen hat jetzt ein modernes und sehr viel versprechendes Diagnosesystem zur Betriebszustandsüberwachung von Maschinen entwickelt, mit dem eine Erhöhung der Zuverlässigkeit von Geräten erzielt werden kann.

Industrielle Technologien

Wie Vergleichsstudien zur Instandhaltung von Industrieausrüstungen gezeigt haben, ist die Implementierung von Programmen zur Betriebszustandsüberwachung von Maschinen der industriellen Produktivität sehr förderlich. Diese Programme gliedern sich in die Erfassung von Messdaten an Maschinen und deren Auswertung zur Erstellung von Diagnosen zum Zustand dieser Maschinen, noch bevor es zu ernsthaften Betriebsstörungen kommt. Solche Instandhaltungsmaßnahmen bewirken nicht nur die Minimierung von Fehlfunktionen, sondern tragen auch dazu bei, ihr mögliches Auftreten zu verhindern. Dennoch wurde diese vorteilhafte Praxis bislang kaum angewandt - und wenn, dann nur höchst unsachgemäß. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß es sich um ein sehr kompliziertes Verfahren handelt, das eine größere Subjektivität bei der Analyse von Daten - und insbesondere von Vibrationsdaten - mit sich bringt. Leider waren alle Bemühungen zur Lösung dieser Problem bisher erfolglos. Motiviert durch ihre eigenen Bedürfnisse, starteten deshalb jetzt mehrere europäische Industriebetriebe aus den unterschiedlichsten Branchen ein Gemeinschaftsprojekt, in dem sie ihre Erfahrungen und Ressourcen zur Entwicklung eines robusten und zuverlässigen Systems namens VISION koordinierten, das zur Diagnose an Industrieanlagen dienen soll. In der Anfangsphase bediente sich das Konsortium verschiedener Simulationstechniken zur Entwicklung geeigneter Industrieanlagen-Modelle, die anschließend anhand realer Daten validiert wurden. Mit Hilfe spezieller Techniken der Künstlichen Intelligenz wurden die Simulationsmodelle dafür eingesetzt, einem ebenfalls entwickelten Softwaresystem die genaue Beschaffenheit der Anlage beizubringen. In der letzten Phase schließlich wurde das adaptiv trainierte System von den Modellen abgekoppelt und auf die Erkennung unterschiedlicher Fehlfunktionstypen verschiedener Maschinen hin getestet. Das Endergebnis ist das Diagnosesystem, das mit zuvor nicht registrierbaren Daten eine Genauigkeit von 98,4% erzielte. Die Software, die sich problemlos auf einer Windows-Oberfläche implementieren lässt, gestattet das Analysieren und Interpretieren von Daten aus einer Anlage und die Unterstützung von Wartungs- und Betriebsingenieuren in den unterschiedlichsten Industriezweigen vor Ort. Das System wird so weiter entwickelt, dass es künftig auch Diagnoseaktivitäten im Fernzugriff über Internet- oder Intranet-Server unterstützt. Für dieses intelligente, adaptive Überwachungs- und Diagnosesystem bietet ausgezeichnete Vermarktungschancen. Jüngste Marktuntersuchungen ergaben nämlich, dass für 84% des Marktanteils zur Durchführung der komplizierten Datenanalyse der Einsatz eines solch zuverlässigen und bedienerfreundlichen Diagnosesystems in Frage kommt. Daher verbessert das VISION-System nicht nur die in der Industrie gängigen Praktiken für die Betriebszustandsüberwachung von Maschinen, sondern stellt auch ein nützliches Hilfsmittel für ihre erfolgreiche Implementierung dar.

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