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Support study for the identification of potential needs and possibilities for an integrated European infrastructure network of animal facilities in ruminant physiology and breeding

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Aktion Tierforschung

Rinder und andere Säugetiere bilden die Grundlage für Nahrung und tragen zur Forschung sowie zur Medizin bei. Eine neue Einrichtung zur Untersuchung dieser Tiere unter Verwendung nichtinvasiver Methoden könnte entstehen.

Digitale Wirtschaft

Säugetiere, die pflanzliche Nahrung durch mehrmaliges Kauen (hochwürgen und erneutes Kauen) verdauen, werden Wiederkäuer genannt. Zu diesen Tieren gehören Rinder, Schafe, Ziegen, Kamele, Elche, Antilopen und andere. Mit Entwicklung der Wissenschaft und unter Berücksichtigung, dass Wiederkäuer und ihre Produkte einen wichtigen Platz in der Nahrungskette einnehmen, ist es wichtig, unser Wissen über diese Tiere zu erweitern. In Europa werden jährlich mehr als 3.000 wissenschaftliche Artikel über Wiederkäuer verfasst, der Kontinent ist mit seinen über 400 Instituten und Universitäten in diesem Bereich zudem die führende Autorität auf dem Fachgebiet. Die Zusammenarbeit zu diesem Thema innerhalb Europa sowie weltweit (obwohl die Kooperation mit Osteuropa weniger eng ist) ist umfangreich. Dies berücksichtigend war es Ziel der EU-finanzierten Studie ERIN, ein integriertes europäisches Infrastrukturnetz von Tiereinrichtungen im Bereich der Physiologie der Wiederkäuer zu entwickeln. Die Studie führte intensive Forschungsarbeiten sowie Befragungen von Beteiligten aus der Industrie durch und schuf Szenarien für die Einrichtung von Forschungsinstituten in Europa. ERIN organisierte zudem eine Konferenz für Beteiligte, um die Ergebnisse zu diskutieren. Während der Forschungsarbeiten konnte herausgefunden werden, dass sich die meisten verfügbaren Studien auf Rinder als die prädominante Art der Wiederkäuer konzentrieren, gefolgt von Schafen und Ziegen. Hauptsächlich geht es um Tierheilkunde, Landwirtschaft, milchwirtschaftliche Forschung und Tierforschung sowie die Lebensmitteltechnologie. Es gibt viele andere Themen, die angesichts der sich schnell ändernden Umwelt jedoch nicht behandelt werden. ERIN hob insbesondere hervor, wie Forschung zu Wiederkäuern neue Herausforderungen global behandeln muss: Lebensmittelsicherheit, Klimawandel und die Nachhaltigkeit von Produktionssystemen. Hierzu gehören der Umweltschutz und die Tiergesundheit sowie soziale Gerechtigkeit. Innovative Lösungen erfordern eine integrierte Anwendung des bestehenden Wissens, der Wissenschaften und der Technologien sowie ein interdisziplinäres Netzwerk und eine intensivere Teilnahme der Beteiligten. In der Vergangenheit untersuchten Studien hauptsächlich Merkmale wie die Wachstumsgeschwindigkeit und eine Reihe von Genen. Heutzutage erfolgt die Berücksichtigung komplexerer Merkmale wie die Fruchtbarkeit oder das Verhalten, zudem werden sie mit einer Vielzahl von Genen in Verbindung gebracht, deren genauere Untersuchung erforderlich ist. ERIN hat die Notwendigkeit nach detaillierteren Informationspools deutlich gemacht, um den Zusammenhang zwischen Genen, der Umwelt und Merkmalen zu verstehen. Dies erfordert tief greifende Untersuchungen bezüglich relativ neuer Wissenschaften (die in Verbindung mit der Genetik stehen) wie der Metabolomik, der Proteomik und der Transkriptomik. Innovative Lösungen für die Landwirtschaft müssen die verschiedenen Umweltkontexte der Agrarwirtschaft in Europa berücksichtigen und dabei helfen, sich an jedes Gebiet anzupassen. Zudem werden Wiederkäuer mehr und mehr als Modellorganismen zur Untersuchung menschlicher Störungen wie Fortpflanzungsstörungen oder Entwicklungsstörungen herangezogen. Neue wissenschaftliche Ansätze und Werkzeuge wie beispielsweise Tools für die biomedizinische Forschung treiben die Agrarforschung voran, insbesondere bei der Entwicklung nicht-invasiver Techniken (z. B. bildgebende Verfahren). Mit solchen Entwicklungen wurde bereits begonnen, diese sind aber begrenzt im Umfang und erfordern eine stärkere Finanzierung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschern und neue Lösungen sind wichtig, um der Landwirtschaft dabei zu helfen, sich den globalen Herausforderungen zu stellen. Experimentelle Einrichtungen müssen zusammenarbeiten, um weniger invasive, genauere Untersuchungsmethoden zu entwickeln. Eine neue, gemeinsame Einrichtung hilft zweifelsohne der Forschung zu Wiederkäuern und nutzt dem gesamten Sektor. Es wird angenommen, dass dies zu einer Steigerung der Qualität und Effizienz der europäischen Forschung führt.

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