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Inhalt archiviert am 2024-06-18
Knowledge flows within emerging multinationals: the case of subsidiaries of Latin multinationals in Europe

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Untersuchungen zum Erfolg von lateinamerikanischen multinationalen Unternehmen in Europa

Ein Teil des Erfolgs der Schwellenländer hängt davon ab, ob ihre multinationalen Unternehmen in der Lage sind, den Wissenstransfer über Grenzen hinweg zu verwalten. Eine EU-Initiative untersucht, wie die Multinationalisierung der so genannten aufstrebenden Multinationals von Entwicklungsländern sich auf den Fluss von Innovation und Wissen innerhalb und zwischen ihnen und ihren Gastländern auswirkt.

Der Aufstieg von Multilatinas - einer Gruppe von aufstrebenden multinationalen Unternehmen in und aus Lateinamerika - macht die Geschäftswelt auf sich aufmerksam. Dennoch haben sich bisher nur sehr wenige Studien mit dem Phänomen der lateinamerikanischen Multis (LA-MNU) befasst. Das von der EU finanzierte Projekt KNOWLEDGE FLOWS (Knowledge flows within emerging multinationals: The case of subsidiaries of Latin multinationals in Europe) hat sich zum Ziel gesetzt, Wissensströme von und zu den europäischen Tochtergesellschaften von LA-MNU zu identifizieren, indem es den Wissensaustausch zwischen ihnen, ihrer Zentrale und den Volkswirtschaften der Gastgeberländer analysiert. Um seine Ziele zu erreichen, führte das Team von KNOWLEDGE FLOWS Umfragen in den LA-MNU-Hauptsitzen sowie Fallstudien zu europäischen Tochtergesellschaften durch und versammelte primäre und sekundäre Datenquellen. Die Arbeit begann mit der Auswahl von 124 LA-MNU aus Branchen wie etwa Bergbau und Rohstoffe, Pharma, Kosmetik, Automobil und Luftfahrt. Der Finanzsektor, der Einzelhandel, Telekommunikation, Medien und Verkehr wurden ausgeschlossen. Die Stärke des Wissensflusses bei 58 europäischen Tochtergesellschaften von LA-MNU wurde analysiert. Ergebnisse zeigten, dass Tochtergesellschaften mit dem Mutterkonzern Wissen in beide Richtungen austauschen. In über 70% der Fälle kam es sowohl zu konventionellen als auch umgekehrten Wissensströmen. Außerdem zeigte sich, dass der Wissensaustausch zwischen den Tochtergesellschaften und der Zentrale häufiger stattfindet als der Produktaustausch. LA-Multis profitieren von einer europäischen Wissensbasis und bringen auch Wissen in die europäischen Tochtergesellschaften ein. Im Handel zwischen den Tochtergesellschaften von Unternehmen in verschiedenen Ländern liegt der Schlüssel für den Transfer von Wissen, vor allem von Europa nach Lateinamerika. KNOWLEDGE FLOWS lieferte dringend benötigte Einblicke in die Wissensflüsse von LA-MNU. Dabei entdeckten die Forscher Faktoren, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. LA-MNU besitzen wissensbasierte Wettbewerbsvorteile, die in Europa ausgenutzt werden können, was für beide Regionen Gutes verheißt.

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