Ariane 5 bringt japanische und französische Satelliten in die Erdumlaufbahn
Am 11. August ist die Trägerrakete Ariane 5 ECA erfolgreich auf eine weitere Reise ins All gestartet, wo sie zwei Kommunikationssatelliten in ihre geostätionäre Bahn bringt. Die Ariane 5 ECA ist die neueste Version der Ariane 5 Trägerrakete. Anders als ihre Vorläuferinnen wurde sie für Transporte von zwei sehr großen Satelliten konzipiert, die bis zu 9,6 Tonnen wiegen können. Die höhere Leistung der Ariane 5 ECA ist dem stärkeren Vulcain-2-Triebwerk der ersten Stufe und einer kryogenen Oberstufe (ESCA) zu verdanken. Nach dem pünktlichen Start am Morgen vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana setzte die Schwerlast-Trägerrakete den japanischen Satelliten JCSAT-10 ab, der eine feste Satellitenverbindung für Japan, den asiatisch-pazifischen Raum und Hawaii herstellen soll. Er trägt eine gemischte Nutzlast von 30 Ku-Band-Transpondern und 12 C-Band-Transpondern. Fünf Minuten später setzte die Trägerrakete Syracuse 3B ab, einen militärischen Kommunikationssatelliten des französischen Verteidigungsministeriums. Er wird neun sichere SHF-(Super High Frequency)- und sechs EHF-(Extremely High Frequncy)-Kanäle betreiben. Die Aufgabe des Satelliten ist es, die bestehenden Relaisverbindungen zwischen den französischen politischen und militärischen Behörden und den weltweit stationierten Truppen zu modernisieren. Dieser Start war der 28. Start der Ariane 5 und der 14. erfolgreiche in einer Reihe. "Der heutige Erfolg ist besonders beispielhaft und illustriert perfekt, warum wir in den vergangenen 26 Jahren insgesamt 237 Satelliten ins All gebracht haben - und damit mit Abstand den Weltrekord halten", so Jean-Yves Le Gall, CEO von Arianespace. Le Gall kündigte den nächsten Start der Ariane 5 für Mitte September an. Dann wird die Trägerrakete DIRECTV 9S mit ins All nehmen, einen Fernsehsatelliten für die US-amerikanische Digital-TV-Gruppe DIRECTV, sowie das Telekommunikationsraumfahrzeug Optus D1 des australischen Unternehmens Optus. Auf diesem Flug wird noch eine weitere Nutzlast transportiert werden: LDREX-2, der experimentelle Satellit der japanischen Weltraumforschungsbehörde JAXA.