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Schokolade tut Ihnen gut? Greifen Sie zu!

Eine der weltbesten Süßigkeiten darf sich demnächst in den Supermarktregalen breit machen, weil nach neuesten Meldungen dunkle Schokolade dabei helfen kann, dass das Herz wie geschmiert arbeitet. Forscher in Italien haben herausgefunden, dass der Verzehr einer halben Tafel pro...

Eine der weltbesten Süßigkeiten darf sich demnächst in den Supermarktregalen breit machen, weil nach neuesten Meldungen dunkle Schokolade dabei helfen kann, dass das Herz wie geschmiert arbeitet. Forscher in Italien haben herausgefunden, dass der Verzehr einer halben Tafel pro Woche das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Ihre Erkenntnisse wurden kürzlich im Journal of Nutrition veröffentlicht. Im Rahmen dieser epidemiologischen Studie, eine der größten in Europa, fand man heraus, dass durch den täglichen Verzehr von 6,7 Gramm Schokolade Entzündungen abgewehrt und Herzerkrankungen vorgebeugt werden kann. Die Forscher des Moli-Sani-Projekts schenkten dem komplexen Mechanismus von Entzündungen besondere Aufmerksamkeit. Der Großteil der Experten stimmt darin überein, dass chronische Entzündungen sich verheerend auf den menschlichen Körper auswirken und im Besonderen auf das Herz. Schmerzen, Schwellungen und Irritationen können eine Reihe von Erkrankungen nach sich ziehen, wie zum Beispiel Hirn- und Herzinfarkte. Nach Aussagen der Forscher wurden Präventionsprogramme entwickelt, um Entzündungsprozesse unter Kontrolle zu halten. Weiterhin konnte das C-reaktive Protein (CRP) als einer der vielversprechendsten Parameter identifiziert werden. CRP wird von Wissenschaftlern nicht nur als Parameter für Entzündungen verwendet, es kann auch eingesetzt werden, um das Fortschreiten der Krankheit oder die Wirksamkeit von Behandlungen zu bestimmen. Die Wissenschaftler ergänzen, dass Sie CRP über einen einfachen Bluttest nachweisen können. Im Rahmen des Projekts verglichen die Teams das Proteinniveau im Blut der Versuchspersonen mit deren typischem Schokoladenkonsum. Aus einer Stichproben-Gruppe in der Größenordnung von 11.000 Personen waren 4.849 gesund und nicht gesundheitsgefährdet. Blutdruck und Cholesterinspiegel lagen bei ihnen, neben weiteren Kriterien, im normalen Bereich. Außerdem verzehrten 1.317 nur unregelmäßig Schokolade, während 824 regelmäßig dunkle Schokolade verzehrten. "Unser Ausgangspunkt war die Hypothese, dass die Tatsache, dass in Kakaobohnen große Mengen an Antioxidantien, vor allem Flavonoide und andere Arten von Polyphenolen, enthalten sind, positive Auswirkungen auf den Entzündungsstatus haben könnte", so Dr. Romina di Guiseppe, die Leiterin der Studie. "Unsere Ergebnisse waren absolut vielversprechend; Personen, die regelmäßig moderate Mengen an dunkler Schokolade verzehren, weisen einen wesentlich geringeren Wert an C-reaktiven Proteinen in ihrem Blut auf", sagt sie. "Mit anderen Worten: Ihr Entzündungsstatus ist wesentlich verringert." Während manch einer denken mag, dass die durchschnittliche Verringerung der Entzündungen um 17% nicht bemerkenswert ist, "reicht es aus, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um ein Drittel bei Frauen und ein Viertel bei Männern abzusenken", fügt sie hinzu. "Das ist unzweifelhaft ein außergewöhnliches Ergebnis." Das heißt aber nicht, dass nun jeder losgehen soll und massenweise Schokolade kauft. "Wir sprechen von einem moderaten Verzehr", sagt die Forscherin. Die besten Ergebnisse werden bei täglichem Verzehr von 6,7 Gramm Schokolade erzielt. "Das entspricht einem kleinen Stück Schokolade zwei oder drei Mal pro Woche." Jeder Konsum, der über diese Menge hinausgeht, würde den positiven Effekt zerstören, merkt sie an. Eine normale Tafel Schokolade wiegt rund 100 Gramm; die Forscher sind überzeugt, dass jede Woche die Hälfte davon Ihnen gut tut. Laut Dr. di Giuseppe hat sich die Studie auf dunkle Schokolade konzentriert, da vorangegangene Studien ergaben, dass Milchschokolade die Absorption der Polyphenole beeinträchtigt. Die Forscher weisen darauf hin, dass weitere Faktoren eine Rolle spielen können, da Personen, die grundsätzlich Schokolade lieben, auch andere gesunde Lebensmittel wie zum Beispiel Obst und Gemüse konsumieren. "Um dies ausschließen zu können, haben wir alle störenden Parameter angepasst. Doch der positive Effekt von Schokolade blieb bestehen und wir sind überzeugt, dass es ihn gibt", so die Leiterin der Studie. Der Projektkoordinator Professor Licia Iacoviello von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Italien bestätigte, dass diese Studie die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse des Moli-Sani-Projekts liefert. Professor Iacoviello fügte hinzu, dass die aktuellen Ergebnisse nur der "Anfang einer großen Zahl von Daten ist, die uns eine ganz neue Sichtweise ermöglichen", wie Herz-Kreislauf- und Tumorerkrankungen verhindert werden können.

Länder

Italien

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