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Neue Technologie verabschiedet sich von klobigen Audioführern

Wenige benutzen die in Museen angebotenen Audioführer und einige Veranstaltungsorte möchten diese aufgrund der Kosten für deren Erarbeitung und Wartung nicht anbieten. Mit der Unterstützung der EU hat das Projekt Nubart7 eine Methode entwickelt, um auf Mobiltelefonen funktionierende Führer zum Mitnehmen anzubieten.

Digitale Wirtschaft
Gesellschaft

Wenn Museen Audioführer anbieten, um unser Erlebnis beim Besuch eines Museums zu bereichern, zahlen wenige dafür das zusätzliche Geld. Selbst wenn sie kostenlos angeboten werden, nehmen 35 % die Audioführer nicht an, sagt das spanische Unternehmen Digital Tangible. Das könnte sich aber dank Karten mit Führern für unsere Mobiltelefone zum Mitnehmen schnell ändern, welche das Unternehmen während des EU-Projekts Nubart7 entwickelt und vertrieben hat. Digital Tangible hat seine Nubart-Technologie für Museen 2016 eingeführt, welche während des Projekts in neuen Bereichen getestet werden konnte. „Wenn man wie wir als ein Start-up-Unternehmen ein sehr knappes Budget hat, ist es schwer, Zeit- und Geldressourcen zur Verfügung zu stellen, und sich zu entspannen. Aber man muss raus aus der täglichen Routine, damit man sieht, was man aus einer anderen Perspektive heraus tun kann“, sagt Rosa Sala, die Gründerin und Vorstandsvorsitzende der in Barcelona ansässigen Firma. Das Unternehmen hat Pilotprojekte durchgeführt, um zu sehen, ob die Technologie auch außerhalb von Museumsbetrieben zum Einsatz kommen könnte. Es hat festgestellt, dass die Technologie auch ideal für Messen war. Außerdem hat das Unternehmen einen neuen Kunden in Brüssel gewonnen und ist im Gespräch mit einem anderen Kunden in Düsseldorf. „Viele Veranstaltungsorte, die nicht direkt ein Museum sind, hatten zuvor nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, ihr Geschäft mit Audioführern zu betreiben“, sagt Sala. „Aber als sie unsere Karten ausprobiert haben, waren sie davon begeistert, wie einfach, schnell und leicht zugänglich der Inhalt ist.“ Die Nubart-Karten sind so entworfen, dass sie sowohl greifbar als auch digital sind. Ein Endkunde kauft oder erhält die Karte kostenlos bei einer Messe oder in einem Museum; sie enthält einen persönlichen Schlüsselcode, um auf den digitalen Führer zuzugreifen. Die Karte mit einem Logo kann man als ein Souvenir behalten und der Führer funktioniert trotz persönlicher und unübertragbarer Karte auch nach dem Besuch. Die Technologie wird auf dem Smartphone eines Nutzers betrieben und benötigt daher kein sperriges Handgerät, wie die traditionell verwendeten Geräte in Museen. Sala sagt, dass das Inhaltsverwaltungssystem von Nubart einfacher und günstiger zu aktualisieren ist als die Museumsanwendungen, die vom AppStore oder von Google Play heruntergeladen werden. Sie sind effizienter als eine responsive Webseite mit Audiospuren auf einer Museumswebseite. „Keine der traditionellen Optionen erlaubt es dem Museum, die Investition für Inhaltserstellung und -entwicklung wiederherzustellen“, sagt Sala. Wie bei jeder Entwicklung waren nicht alle Versuchsprojekte von Nubart7 ein Erfolg. Dennoch haben alle Pilotprojekte das Produkt verbessert. Um das Produkt für Messen maßzuschneidern, haben die Entwickler Besuchern ermöglicht, den Teil des Veranstaltungsortes zu wählen, an dem sie wirklich interessiert waren – eine Funktion, die Digital Tangible neuerdings Museumskunden anbietet. Allen Kunden gefällt es, dass das System anonyme Daten zur Verbesserung der zukünftigen Kundenzufriedenheit zurückgibt. Die Karten werden zurzeit an 18 Veranstaltungsorten in sieben Ländern benutzt, einschließlich der Johan Cruyff Arena in Amsterdam, die Albertina in Wien und die Alcazaba-Festung in Malaga. „Das Ergebnis des Projekts ist ein motivierteres Team, die Erweiterung des Horizonts und ein hoch innovatives Produkt“, sagt Sala.

Schlüsselbegriffe

Nubart7, Audioführer, Museen, digital, greifbar

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