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A medical device for the selective dissection of pathological tissues and fibrosis

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Chirurgische Innovation für mehr Sicherheit bei Operationen

Das neue medizintechnische System CADISS wurde mithilfe chirurgischer Expertise entwickelt, um spezifische kritische Präparationsschritte zu vereinfachen und damit Organschäden oder das Verbleiben pathologischen Materials im Körper zu verhindern.

Gesundheit

Da fast 30 % aller Krankheiten operativ behandelt werden, kommen allein in den Industrieländern jährlich mehr als 2 Millionen chirurgische Eingriffe zusammen. Viele dieser Eingriffe werden als harmlos und ohne lebensbedrohliches Risiko eingestuft, und doch muss bei mehr als 10 % aller Fälle pathologisches vom umgebenden gesunden Gewebe separiert werden. Obwohl eine solche Dissektion immer riskant ist, sind die chirurgischen Instrumente und Methoden häufig veraltet. „Bei einem chirurgischen Eingriff ist eine selektive Dissektion maßgeblich. Trotzdem lassen derzeitige Instrumente meist nur die Wahl zwischen Reißkraft oder nicht-selektivem Schneiden“, sagt Benoît Verjans, Geschäftsführer von AuXin Surgery und Koordinator des EU-finanzierten Projekts CADISS. „Allzu häufig kommt es dadurch zu Schäden an kritischen Organen wie Nerven oder Muskeln oder auch zum Verbleiben von malignem Gewebe im Körper.“ Um hier Abhilfe zu schaffen, entwickelte AuXin Surgery das CADISS-System als innovative neue Technologie für die chirurgische Resektion. „CADISS reduziert die Dauer der Operation für den Patienten und die Komplikationsrisiken“, fügt Verjans hinzu. Unterstützt durch die EU-Mittel führte das Unternehmen eine eingehende Machbarkeitsstudie seiner Technologie als wichtigen ersten Schritt für die Markteinführung des bahnbrechenden Gerätes durch.

Wesentliche Vorteile für Patientinnen und Patienten

Das CADISS-System ist eine bahnbrechende Technologie, da mechanisch-chirurgische Instrumente mit der äußerlichen (topischen) Anwendung von Medikamenten kombiniert werden. Durch diese Kombination kann bei der Resektion von pathologischem Gewebe auf Schneidinstrumente verzichtet werden. „Kombiniert mit einem Medikament, das die Bildung von Fibrose hemmt, kann das Instrument zwei Organe problemlos voneinander trennen“, erklärt Verjans. „Der Einsatz von CADISS empfiehlt sich also insbesondere dann, wenn sich das Komplikationsrisiko durch Schäden an einem der beiden Gewebe erhöhen würde.“ Mit den EU-Mitteln konnte das Unternehmen die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Rentabilität des Systems bestätigen. So senkte CADISS etwa das Risiko, die schützende Membran um das Rückenmark zu schädigen, von 30 auf 10 %, wie Tests zeigten. Zudem konnte laut Forschungsgruppe die Dauer der Operation um 20 bis 30 % verkürzt werden. „Vor allem aber belegten wir den innovativen Charakter und die erheblichen Vorteile unserer Entwicklung für Patienten und Gesundheitswesen“, erklärt Verjans, „etwa weniger Nebenwirkungen, weniger Tumorrezidive und kürzere Operationszeiten.“

Bessere Lebensqualität

Trotz einiger anfänglicher Rückschläge bei der Herstellung und Prüfung des Geräts ist AuXin Surgery auf die Markteinführung des CADISS-Systems gut vorbereitet. „Wir haben die Entwicklung des Gerätes vollständig abgeschlossen, konnten es in klinischen Studien testen und haben es für die Zulassung sowohl bei der DEKRA als Zertifizierungsstelle für Medizinprodukte als auch der belgischen Föderalen Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte FAMHP angemeldet“, fügt Verjans hinzu. „Damit hat sich bereits für einige Patienten die Lebensqualität deutlich verbessert, da Nebenwirkungen der Operation und Rezidivrisiken verringert wurden.“ Das Unternehmen treibt derzeit die weltweite Vermarktung von CADISS voran und unterzeichnete kürzlich in 17 Ländern Vertriebsverträge. Zudem soll das System in einer zweiten Finanzierungsrunde weiterentwickelt und der Markteintritt vorbereitet werden.

Schlüsselbegriffe

CADISS, Resektion, Medizinprodukte, Dissektion, Krankheiten, Operationen, Chirurgen, Gesundheitswesen

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