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Road Diplomacy: International Infrastructure and Ethnography of Geopolitics in 21st Century Asia

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Wie sich die Infrastruktur, Mobilität und Politik des modernen Asiens auf Europa auswirken

Europa profitiert davon, zu wissen, wo, warum und in welchem Ausmaß Straßen zwischen China und Südasien gebaut werden. Das Verständnis der gegenwärtigen Dynamik zwischen aufstrebenden Mächten liefert einen Kontext für die Weltpolitik und ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung für Investitions- und Entwicklungsinterventionen der EU in Asien.

Verkehr und Mobilität
Gesellschaft

Eine der drängenden Herausforderungen dieses Jahrhunderts ist es, das Wissen um die treibenden geopolitischen Kräfte und sozialen Auswirkungen hinsichtlich der Erschließung ländlicher Straßen in zerklüfteten asiatischen Gebirgsregionen miteinander zu verbinden. Territoriale Konflikte zwischen China und Indien verkomplizieren die bilateralen Beziehungen seit Jahrzehnten. Doch wechselseitige wirtschaftliche, politische und soziale Interessen haben neue Entwicklungsinterventionen im Himalaya ermöglicht. Es ist wichtig, zu verstehen, was in diesen abgelegenen Grenzregionen vor sich geht und was dies für die Welt bedeutet. Das EU-finanzierte Projekt Road Diplomacy analysierte und kartierte die Entwicklung von Straßeninfrastruktursystemen für alle politisch sensiblen asiatischen Gebirgsregionen, die rasanten Veränderungen unterliegen. Im Fokus standen China und südasiatische Länder wie Bhutan, Indien, Nepal und Pakistan. Es wurden treibende geopolitische Kräfte und soziale Auswirkungen in Verbindung mit dem Straßenbau untersucht, um die miteinander verbundenen geopolitischen und sozialen Auswirkungen der Infrastrukturentwicklung auf Dörfer und Länder auf der ganzen Welt herauszuarbeiten.

Die Infrastrukturentwicklung verändert Leben

Über die Projektforschung wurden neue empirische Daten zur asiatischen Infrastrukturentwicklung des 21. Jahrhunderts gewonnen, um eine fundierte Sichtweise auf die sozialen und geopolitischen Auswirkungen der Infrastrukturentwicklung in der Region einzunehmen. Außerdem wurde ein Rahmenwerk vorgeschlagen, um besser zu verstehen, wie ähnliche Prozesse in anderen Regionen der Welt funktionieren. „Dies ist alles heute von großer Wichtigkeit, vor allem im Hinblick auf den Aufstieg Chinas als globaler Entwicklungs- und Wirtschaftsmotor und führende Kraft für internationale Finanz- und Infrastrukturinvestitionen“, erklärte Marie-Skłodowska-Curie-Stipendiat Galen Murton, dessen nächstes Buch zeigt, wie die Planung, der Bau und die Verwendung von Straßen soziale, politische und wirtschaftliche Beziehungen sowohl stärken als auch beeinträchtigen kann. „Straßen sind lebensverändernd.“ Das Team ging Fragen in Bezug auf nachhaltige Lebensgrundlagen an einem globalen Brennpunkt an, der sich rasant in eine neue Zone für den internationalen Austausch verwandelt. Dies beinhaltet eine kritische Kartierung der transhimalayischen Straßennetze und eine rigorose theoretische und analytische Ausbildung zur Infrastrukturentwicklung mit chinesischen Merkmalen für neue konzeptionelle Rahmen in Bezug auf die Straßendiplomatie und die Anbindung innerhalb Asiens.

Eine kritische, interdisziplinäre Fokussierung auf die globalen Beziehungen

Darüber hinaus wurde über Road Diplomacy ein aktiveres und belastbareres Forschungsnetzwerk für Straßenstudien und Infrastruktursachverständige in Europa, Asien und Nordamerika entwickelt. Murton förderte die enge Zusammenarbeit mit sechs internationalen Forschungsteams. Die durch das Projekt gewonnenen Ergebnisse wurden zur Verbesserung der interdisziplinären Kommunikation in den Sozialwissenschaften sowie zwischen Entwicklungsfachkräften, Geberorganisationen, politischen Entscheidungsträgern und lokalen Interessengruppen verwendet. Die Erkenntnisse haben auch dabei geholfen, eine Brücke zwischen dem Sektor der Akademie und der Entwicklung zu bauen. „Spezielle Kenntnisse der Geopolitik und sozialen Auswirkungen zum Asien des 21. Jahrhunderts können gut übertragen werden und unterstützen fortlaufende Analysen durch Sachverständige für gemeinnützige Organisationen, politische Entscheidungsträger und Geberorganisationen mit Sitz in Europa, Asien und Nordamerika“, lautet das Fazit von Murton. „Road Diplomacy liefert neue geographische Einblicke, die eine Brücke zwischen den internationalen Beziehungen und der Anthropologie bauen, und führt zu neuem Wissen, das auf gegenwärtige Studien zur asiatischen Geopolitik, internationalen Ökonomie und globalen Entwicklung angewandt werden kann.“

Schlüsselbegriffe

Road Diplomacy, Straße, Asien, Infrastruktur, China, geopolitisch, Gebirge, Indien, internationale Beziehungen

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