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Innovative Plattform wird die Hauszustellung reformieren

Bei der Durchführung von Paketzustellungen stehen Neuerungen vor der Tür – dank der intelligenten Citibox-Briefkästen.

Die herkömmlichen Methoden der Hauszustellung sind in den vergangenen 50 Jahren im Großen und Ganzen unverändert geblieben. Kurierdienste fahren nach wie vor von Ort zu Ort, um Pakete zu einem bestimmten Termin zuzustellen. Einhergehend mit dem Boom des elektronischen Handels erweist sich diese Methode jedoch als zunehmend ineffizient und nicht kundenorientiert; Verspätungen sowie Lieferstörungen oder -ausfälle häufen sich zu sehr. Hinzu kommt, dass die Kosten für einen zweiten oder dritten Zustellversuch die Kurierdienste belasten, während die Online-Kundschaft zu Hause auf die Pakete wartet. Das Ergebnis? Unzufriedene Kundinnen und Kunden, höhere Kosten, Verkehrsstaus und Umweltverschmutzung. Das EU-finanzierte Projekt Citibox(öffnet in neuem Fenster) bietet eine innovative Lösung: die nach dem Projekt benannte Softwareplattform Citibox. „Die Plattform verbindet alle Zustellungsunternehmen mit der Online-Kundschaft, und zwar über intelligente Paketkästen, die in Wohngebäuden aufgestellt und von mehreren Wohnparteien genutzt werden. Die Plattform steht allen Beteiligten der Zustellungsdienste und des Online-Handels zur Verfügung und ermöglicht es den Bewohnerinnen und Bewohnern, ihre Pakete zu Hause zu empfangen, unabhängig davon, ob sie anwesend oder abwesend sind“, erklärt David Bernabeu, Geschäftsführer des Unternehmens Citibox.

Nie wieder eine Lieferung verpassen

Die Citibox-Plattform(öffnet in neuem Fenster) automatisiert alle Paketzustellungen an Wohngebäude und stellt so sicher, dass der erste Zustellversuch zu jeder Tageszeit hundertprozentig erfolgreich ist. Die Pakete werden an einen einzigen Ort in der Eingangshalle geliefert. Dadurch spart das Kurierpersonal Zeit, die sonst für die Koordinierung und die Suche nach den Empfangsberechtigten aufgewendet werden müsste, was wiederum die Produktivität erhöht. „Die Nutzung der intelligenten Paketkästen und der Citibox-Plattform ist kostenlos. Die Waren aus Online-Einkäufen können bequem zu Hause empfangen und von dort auch retourniert werden“, ergänzt Bernabeu. Außerdem kommt dies der Umwelt zugute, da die verbesserte Liefereffizienz dazu beitragen wird, die CO2-Emissionen und die Umweltverschmutzung zu verringern. „Parken in zweiter Reihe sowie Lieferwagen, die in den Städten den Berufsverkehr blockieren, werden weniger häufig vorkommen. Lieferwagen machen nur 7 % des Straßenverkehrs aus, sind aber für 12 % der Staukosten verantwortlich, und die von ihnen zurückgelegten Kilometer haben um 56 % zugenommen, verglichen mit 9 % bei Pkw“, betont Bernabeu. Diese Lösung aus komfortablen intelligenten Paketkästen in Kombination mit der Plattform führt auch zu höheren Kapazitäten für Lieferungen bis an die Haustür, was den elektronischen Handel ankurbelt(öffnet in neuem Fenster).

Expansion in Aussicht

Das Konsortium konnte seine Plattform im Rahmen des Citibox-Projekts erfolgreich weiterentwickeln. „Die 360°-Verbesserung unserer Kernplattform, der Software und der Infrastruktur hatte einen entscheidenden und herausragenden Einfluss auf die Skalierbarkeit der Plattform“, bestätigt Bernabeu. Das Ergebnis ist eine robustere, sicherere und skalierbarere Plattform, die in der Lage ist, hohe Transaktionsvolumina und Nachfragespitzen effizient zu bewältigen. Mit Blick auf die Zukunft bemerkt Bernabeu: „Und jetzt sind wir so weit, dass wir skalieren können.“ Im Projektfahrplan sind drei verschiedene Wege vorgesehen. Der erste besteht darin, die Lösung in Madrid und Barcelona weitreichend zu verbreiten. „Wir haben vor, unsere Kästen in zwei Dritteln der vertikalen Gebäude (also Gebäude mit mehr als zehn Haushalten) in beiden Städten in einem Zeitraum von 24 bis 36 Monaten zu installieren. Auf diese Weise werden wir eine Marktdurchdringung von über 50 % erreichen, was bedeutet, dass mehr als fünf von zehn Einwohnerinnen und Einwohnern in Madrid und Barcelona alle ihre Pakete über den Citibox-Dienst erhalten werden“, bestätigt Bernabeu. Der zweite Weg ist darauf ausgerichtet, die Expansionsstrategie voranzutreiben und die großen Metropolen in Europa ins Visier zu nehmen. „Wir sind bereits in Paris präsent, und wir wollen schnell in Berlin und London Fuß fassen. Anschließend planen wir, in den zehn größten Ballungsräumen Europas Präsenz zu zeigen“, so Bernabeu abschließend. Der dritte Weg des Citibox-Fahrplans beinhaltet die Arbeit an der Produktentwicklung, um Mehrwertdienste wie Nachtlieferungen anbieten zu können.

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