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SYNERGISTIC USE AND PROTECTION OF NATURAL RESOURCES FOR RURAL LIVELIHOODS THROUGH SYSTEMATIC INTEGRATION OF CROPS, SHRUBS AND LIVESTOCK IN THE SAHEL

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Verbesserung der Produktivität von Ackerbau und Viehzucht – einen Baum nach dem anderen

Für die Landwirtschaft in der Sahelzone beginnt die Verbesserung der Produktivität mit einfachen Sträuchern.

Landwirte in der westafrikanischen Sahelzone bewirtschaften ein einzigartiges Agrarökosystem, in dem Bäume, Sträucher, Nutztiere und Nutzpflanzen in seltener Harmonie nebeneinander existieren. Dieses beeindruckende Maß an Integration ist modellhaft für andere Teile der Welt, in denen die Landwirtschaft oft übermäßig spezialisiert und umweltschädigend ist. Zudem bieten diese integrierten Systeme die Möglichkeit, die Abhängigkeit von externen synthetischen Inputs wie Pestiziden zu verringern, die für die Landwirte vor Ort oft nicht erschwinglich sind. „Lokal verfügbare Sträucher und Bäume können den Boden anreichern, die Fruchtbarkeit der Pflanzen erhöhen und als Quelle gesunder Nährstoffe für das Vieh dienen“, sagt Harun Cicek(öffnet in neuem Fenster), Forscher am Forschungsinstitut für biologischen Landbau(öffnet in neuem Fenster). Das EU-finanzierte Projekt SustainSAHEL(öffnet in neuem Fenster) trägt dazu bei, dieses Potenzial praktisch zu nutzen.

Sträucher werden Mulch und Bäume Antibiotika

Mithilfe strenger wissenschaftlicher Methoden wurden im Rahmen des Projekts erfolgreich einheimische und exotische Strauch- und Baumarten identifiziert, die in der Landwirtschaft der Sahelzone die Produktivität von Ackerbau und Viehzucht verbessern können. So zeigten die Forschenden beispielsweise, wie Stecklinge bestimmter Arten als Mulch verwendet werden können, um den Boden zu schützen und die Ernteerträge zu steigern. „Wir wählten auch Strauch- und Baumarten, die Antibiotika für die Behandlung von Vieh mit Magen-Darm-Nematoden replizieren können. Dieser einfache Schritt steigert die Produktivität maßgeblich“, erklärt Cicek, der das Projekt SustainSAHEL koordiniert. Der Nutzen dieser Praktiken wurde durch eine randomisierte Kontrollstudie bestätigt und dokumentiert. Dafür wurden Daten von knapp 1 500 lokalen Haushalten erhoben.

Lokale Landwirte bei der Nutzung lokal verfügbarer Ressourcen unterstützen

Alle Projektergebnisse wurden in einer Liste konkreter Empfehlungen(öffnet in neuem Fenster) zusammengetragen und aktiv an die Landwirte vor Ort kommuniziert, sowohl direkt als auch über Videos(öffnet in neuem Fenster) und soziale Medien(öffnet in neuem Fenster). Um sicherzustellen, dass diese Empfehlungen auch umgesetzt werden, organisierten die Projektpartner über die gesamte Region hinweg Schulungsmöglichkeiten vor Ort. „Wir wollten den Landwirten zeigen, dass es möglich ist, lokal verfügbare Ressourcen zu nutzen, um den Boden zu schützen und die Gesundheit von Nutzpflanzen und Vieh zu verbessern. Darüber hinaus wollten wir ihnen auch das Vertrauen geben, diese Ideen in die Praxis umzusetzen und in vollem Umfang davon zu profitieren“, fügt Cicek hinzu.

Spürbare Auswirkungen auf die Produktivität und Rentabilität in der Landwirtschaft

Neben der Schulung von Landwirten wurden im Rahmen des Projekts auch 14 Doktoranden ausgebildet, die praktische Erfahrungen in der Systemforschung sammelten und die sie nun für ihre eigene Laufbahn anwenden können. „Unsere Arbeit hat sich bereits spürbar auf die Produktivität und Rentabilität der Landwirte ausgewirkt. Dies wird noch weiter wachsen, wenn unsere Forschenden und unser Netzwerk die im Laufe des Projekts gewonnenen Erkenntnisse nutzen“, so Cicek abschließend.

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