Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS
OBSERVING AND MAPPING MARINE ECOSYSTEMS – NEXT GENERATION TOOLS

Article Category

Article available in the following languages:

Ozeanbeobachtungen sinnvoll nutzen

Ein Instrumentarium, das neue Technologien mit vorhandenen Meeresbeobachtungsverfahren verbindet, um Karten, Modelle und Indikatoren zu erstellen, trägt zum Schutz der Meeresumwelt bei.

Im Kampf gegen den Klimawandel ist das Management der Meeresressourcen und der biologischen Vielfalt von höchster Bedeutung. Um eine Umwelt gut schützen zu können, muss sie erst einmal verstanden werden. Zu diesem Zweck hat das Team des EU-finanzierten Projekts OBAMA-NEXT(öffnet in neuem Fenster) Informationsprodukte entwickelt, die den am Schutz der Meereslebensräume beteiligten Interessengruppen problemlos zugänglich sind.

Mit neuen Instrumenten Meeresökosysteme beschreiben

Die Verbesserung der Qualität und Quantität der Ozeanbeobachtungen stellt sowohl in Europa als auch weltweit ein langjähriges Ziel dar. Seit 1991 werden über das globale Ozeanbeobachtungssystem Global Ocean Observing System (GOOS)(öffnet in neuem Fenster) Daten gesammelt, um die Interessengruppen über den Gesundheitszustand der Ozeane zu informieren, die Wetterüberwachung zu unterstützen und Vorhersagen über den Klimawandel zu treffen. Das Team von OBAMA-NEXT bringt die nächste Generation von Instrumenten für dieses Unterfangen ein. Satelliten, Drohnen und In-situ-Datenerfassung liefern wichtige Informationen, ebenso wie eDNA(öffnet in neuem Fenster) und Anwendungen des algorithmengesteuerten maschinellen Lernens und der statistischen Modellierung. Projektkoordinator Jacob Carstensen berichtet: „Der wichtigste Beitrag von OBAMA-NEXT besteht in der Entwicklung genormter Algorithmen zur Umwandlung von ‚Rohdaten‘ in Informationen.“

Schwerpunkt Informationsprodukte

Technische Fortschritte haben die Datenerhebung ermöglicht, aber die Rohdaten müssen verarbeitet werden, damit sie den politisch Verantwortlichen und den meisten anderen Interessengruppen, die mit dem Umgang mit der Meeresumwelt befasst sind, von Nutzen sein können. „Der Erfolg von OBAMA-NEXT besteht darin, Beobachtungen in Informationen umzuwandeln“, erklärt Carstensen. „Die meisten neuen Technologien liefern riesige Datenmengen, aber diese Daten müssen in aussagekräftige Informationen für die Verantwortlichen der Politik umgewandelt werden. Das haben wir mit dem Konzept des Informationsprodukts demonstriert.“ Die projekteigenen Informationsprodukte wurden gemeinsam mit politisch Verantwortlichen, Personal aus dem Naturschutzmanagement und weiteren Fachleuten aus ganz Europa entwickelt. Dieser kooperative und iterative Prozess stellt sicher, dass die Informationsprodukte den Bedürfnissen der Interessengruppen entsprechen und mit politischen Rahmenwerken der EU wie der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie(öffnet in neuem Fenster) und anderen EU-finanzierten Projekten wie Marine Protected Areas Europe(öffnet in neuem Fenster) in Einklang stehen. Zu den entwickelten Informationsprodukten zählen hochauflösende räumliche Modelle für die Verteilung von Lebensräumen und Arten sowie Modellierungen der Eignung von Lebensräumen für verschiedene Organismen. Außerdem wurden mehrere Kartierungs-Informationsprodukte erarbeitet, darunter Karten der Küstenvegetation unter Einsatz von Fernerkundung und Vorhersagekarten in Bezug auf die Fortpflanzung von Fischen. Überwachung mithilfe von Drohnen und KI-Anwendungen zur Quantifizierung der Makroplastikmenge an den Stränden wird dazu beitragen, die Wirksamkeit von Strandreinigungsmaßnahmen zu bewerten.

Eine Reihe von Orten des Lernens

Um die Wirksamkeit des Projektansatzes zu demonstrieren, konzentrierte sich das Team von OBAMA-NEXT auf zwölf Lernorte, die die Vielfalt der europäischen Meeresumwelt repräsentieren. Diese Lernorte umfassen alle vier großen Meeresgebiete Europas: den Atlantischen Ozean sowie die Ostsee, das Schwarze Meer und das Mittelmeer. Die große Vielfalt der Lernorte stellte nicht das einzige Kriterium für ihre Auswahl dar. Das Ziel des Projekts, die Erstellung hochauflösender Informationsprodukte, erfordert mehr Daten, als im Zuge des Projekts erhoben werden konnten. „Da im Verlauf des Projekts keine großräumigen Probenahmen möglich waren, untersuchten wir, wo bereits Daten mit der neuen Technologie gesammelt wurden, und auf der Grundlage dieser Untersuchungen haben wir uns für die zwölf Lernorte entschieden“, erklärt Carstensen. Die Interessengruppen geben positives Feedback zu den Informationsprodukten, wobei Wege vorgeschlagen werden, wie sie die Überwachung der biologischen Vielfalt und die Bewirtschaftung von Meeresgebieten unterstützen könnten. Diese Instrumente sind bereits von anderen Forschungsprojekten übernommen worden. Die OBAMA-NEXT-Lösungen tragen dazu bei, den Bestand an präzisen und relevanten Informationen zur Ozeanbeobachtung zu erweitern.

Mein Booklet 0 0