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Climate Neutral Farms

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Praktische Lösungen für eine klimaintelligente Landwirtschaft

Forschung und Beratung sorgen für einen Lösungskatalog, um den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft zu verringern.

Die Landwirtschaft verursacht nahezu 11 % der gesamten Treibhausgasemissionen in der EU(öffnet in neuem Fenster) und trägt somit wesentlich zum Klimawandel bei. Der Sektor ist jedoch auch besonders anfällig für den Klimawandel, da Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen die landwirtschaftliche Produktivität beeinträchtigen. In Anbetracht des Vorhabens, den ökologischen Fußabdruck der Landbewirtschaftung zu verringern und gleichzeitig die Klimaresistenz des Sektors zu erhöhen, hat sich die EU hohe Ziele für die Landwirtschaft gesetzt – einschließlich des Erreichens von CO2-Neutralität bis 2050. Das EU-finanzierte Projekt ClieNFarms(öffnet in neuem Fenster) leistet einen Beitrag für Fortschritte bei diesem Vorhaben. Im Rahmen des Projekts wurde eine Reihe systemischer Lösungen zur Verringerung der landwirtschaftlichen Klimaauswirkungen entwickelt, erprobt und umgesetzt. „Systemische Lösungen berücksichtigen, dass Landwirtschaftsbetrieben zwar eine zentrale Rolle im landwirtschaftlichen Ökosystem zukommt, sie alleine aber keinen Übergang zu einer vollständig nachhaltigen Landwirtschaft herbeiführen können“, sagt Jacques-Eric Bergez, Forscher am französischen nationalen Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt(öffnet in neuem Fenster) (INRAE), dem koordinierenden Partner des Projekts. „Um erfolgreich zu sein, benötigen sie der aktiven Unterstützung durch andere Interessengruppen, einschließlich Beratungsgesellschaften, Banken, Beteiligten in der Agrar- und Ernährungsindustrie sowie Kapitalgesellschaften.“

Klimalösungen für Landwirtschaftsbetriebe

In direkter Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsbetrieben und anderen Interessengruppen wurde im Rahmen des Projekts ein Portfolio von Klimalösungen auf Landwirtschaftsbetriebsebene entwickelt. Diese sowohl für die Viehhaltung als auch für den Pflanzenanbau konzipierten Lösungen können zur Verringerung des Düngemitteleinsatzes, zu einer besseren Bodenbewirtschaftung und für Verbesserungen hinsichtlich Futtermitteln, Ernährung und Viehzucht eingesetzt werden. Eine Lösung für die Viehhaltung zeigt beispielsweise auf, wie die Fütterung von Tieren mit bestimmten Kräutern oder Pflanzenextrakten die Methansynthese und damit die Methanemissionen verringern kann. Eine Lösung für Olivenanbaugebiete soll parallel dazu darauf ermitteln, inwiefern ein Dauerpflanzenbewuchs mit etwa Klee am Boden unter und zwischen Olivenbäumen die Bodenerosion und gegebenenfalls die Produktivität verringern kann. Alle Klimalösungen des Projekts wurden in einem umfassenden Katalog(öffnet in neuem Fenster) zusammengefasst. Sie wurden zudem in realen Szenarien umfassend erprobt und validiert. Die jeweiligen Standorte und Produktionssysteme können über diese interaktive Karte(öffnet in neuem Fenster) erkundet werden.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Landwirtschaft

Zusätzlich zu den landwirtschaftlichen Verfahren und Klimalösungen entwickelte das Projekt Fahrpläne für die Umstellung und ein Toolkit für die Skalierung(öffnet in neuem Fenster). Während Erstgenannte Beteiligten der Agrar- und Ernährungsindustrie bei der Umstellung auf klimaneutrale Verfahren behilflich sein sollen, fungieren Letztgenannte als schrittweise Anleitung auf dem Weg dahin. Das Projekt lieferte ferner Mikrolerninhalte(öffnet in neuem Fenster), um die Einführung seiner Lösungen zu unterstützen, sowie ausführliche Kurzdossiers(öffnet in neuem Fenster), die beispielsweise verschiedene potenzielle Hindernisse auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion verdeutlichen. „Dank der umfassenden partnerschaftlichen Projektarbeit hat ClieNFarms den Weg zu einem nachhaltigen, klimaneutralen Agrarsektor geebnet“, lautet das Fazit von Bergez. Auch wenn das ClieNFarms-Projekt jetzt abgeschlossen ist, finden die vollbrachten Leistungen im Rahmen der EU-finanzierten Projekte ClimateSmartAdvisors und Climate Farm Demo sowie durch die Plattform Farming for Climate(öffnet in neuem Fenster) ihre Fortsetzung.

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