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Implementing Fuel Cells and Hydrogen Technologies in Ports

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Europas Häfen mit Wasserstoff versorgen

Wasserstoff hat sich als tragfähige emissionsfreie Lösung für intensive Hafenanwendungen erwiesen.

Die Betreibergesellschaften von Hafenterminals stehen zunehmend unter dem Druck, ehrgeizige Klimaziele zu erreichen. Investitionen in innovative Technologien zu diesem Zweck können jedoch aufgrund von Unsicherheiten in Bezug auf die Leistung, Sicherheit und Kapitalrendite riskant sein. Demonstrationsprojekte können hierbei eine entscheidende Rolle spielen, da sie die Erprobung innovativer Technologien vor der Vermarktung ermöglichen. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts H2Ports(öffnet in neuem Fenster) wurde beispielsweise Wasserstoff als vielversprechende kohlenstoffarme Brennstoffalternative für verschiedene Betriebstätigkeiten von Hafenterminals ermittelt.

Kohlenstoffarme Alternative für den Hafenbetrieb

„H2Ports schlug drei sich ergänzende Pilotprojekte(öffnet in neuem Fenster) vor, um zu demonstrieren, wie Wasserstoff bei verschiedenen Betriebstätigkeiten von Hafenterminals eingesetzt werden kann“, erklärt H2Ports-Projektmitglied Jorge Miguel Lara López, leitender Projektmanager bei Valenciaport Foundation(öffnet in neuem Fenster) in Spanien. „Im ersten Pilotprojekt wollten wir eine mobile Wasserstoffbetankungsstation einrichten, um zwei verschiedene Hafenterminals zuverlässig mit grünem Wasserstoff zu versorgen.“ Im zweiten Pilotprojekt ging es um die Einführung des weltweit ersten mit einer Wasserstoffbrennstoffzelle betriebenen Greifstaplers, einer speziellen Hafenmaschine für den Transport von Containern. Es sollte der Nachweis erbracht werden, dass Wasserstoff die hohen Anforderungen in puncto Leistung und Verfügbarkeit beim Containerumschlag erfüllen kann. Das dritte Pilotprojekt diente der Demonstration der weltweit ersten umgerüsteten Zugmaschine mit Allradantrieb, ein Fahrzeug für die Verladung von Schiffsfrachtgut. „In der Gesamtheit bieten diese Pilotprojekte eine vertrauenswürdige, risikoarme Wasserstoffalternative für verschiedene Hafentätigkeiten“, sagt Lara.

Zuverlässigkeit, Betankungsverfahren und Energieeffizienz

Diese drei Innovationen wurden unter realen Betriebsbedingungen in aktiven Terminals im Hafen von Valencia erprobt. Die wasserstoffbetriebene Ausrüstung wurde in den täglichen Terminalbetrieb integriert, damit die Leistung, Zuverlässigkeit, Betankungsverfahren und Energieeffizienz genau überwacht werden könnten. „Dieser Einsatz unter realen Bedingungen erforderte die Formalisierung der Wasserstoffnutzung für Hafenmaschinen, einschließlich der Festlegung von Betriebsprotokollen, Sicherheitsverfahren, Notfallplänen und speziellen Schulungsprogrammen für das Hafen- und Staupersonal“, fügt Lara hinzu. Eine wichtige Erkenntnis aus den Pilotprojekten war die Bedeutung einer frühzeitigen und kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Parteien, einschließlich der Hafenbehörden, Terminalbetreiber und Technologieanbieter. Dieser koordinierte Ansatz erwies sich für die erfolgreiche Integration von Wasserstoff in komplexe Hafenumgebungen als unverzichtbar. „Das Projekt hat auch gezeigt, dass die Ausgestaltung der Wasserstofflogistik, von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Betankung, für die Gewährleistung der Zuverlässigkeit und die Senkung der Gesamtkosten von entscheidender Bedeutung ist“, so Lara. „Durch die Optimierung der Lieferketten und der Infrastruktur vor Ort kann Wasserstoff für Terminals zu einer wirtschaftlich attraktiveren Lösung werden.“

Übergang zu nachhaltigeren Betriebstätigkeiten

Da es sich um erste Prototypen handelt, steht im Folgenden die Verbesserung der wasserstoffbetriebenen Maschinen hinsichtlich Reife, Robustheit und Betriebseffizienz im Fokus. Parallel dazu sind detaillierte Kosten-Nutzen-Analysen erforderlich, um die für die Investitionsentscheidungen zuständigen Konzessionäre von Hafenterminals bei der Bewertung von Wasserstoff als tragfähige Alternative zu unterstützen. „Das Erreichen wettbewerbsfähigerer Wasserstoffpreise durch eine optimierte Versorgung und Logistik ist von entscheidender Bedeutung, um mit Elektro- und Dieseloptionen konkurrieren zu können“, bemerkt Lara. „In diesem Zusammenhang würde die Erprobung zusätzlicher wasserstoffbetriebener Hafenmaschinen dazu beitragen, ein breiteres Wasserstoff-Ökosystem in den Häfen zu schaffen, die Nachfrage zu steigern, die Kosten zu senken und die wirtschaftlichen Argumente für den groß angelegten Einsatz zu stärken.“ Durch den Betrieb wasserstoffbetriebener Anlagen in aktiven Terminals hat das Projekt Betreibergesellschaften von Häfen und Terminals Fortschritte ermöglicht, um von Studien zu praktischen Dekarbonisierungsalternativen überzugehen. „H2Ports erweitert das Portfolio der verfügbaren emissionsfreien Hafenlösungen, verringert die Unsicherheit und ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung“, sagt Lara. „Letztendlich trägt das Projekt zur schnelleren Einführung tragfähiger Dekarbonisierungslösungen bei, während die Häfen bei ihrem Übergang zu einem nachhaltigeren Betrieb unterstützt werden.“

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