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Die Grundlagen für einen klimaneutralen Luftverkehr in Europa schaffen

TRIATHLON berichtet über erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung von wasserstoffelektrischen Luftfahrttechnologien, welche die Emissionen reduzieren und die Effizienz zukünftiger Flugzeuge verbessern werden.

Auf dem Weg zu einem emissionsarmen Luftverkehr in Europa hat das EU-finanzierte Projekt TRIATHLON(öffnet in neuem Fenster) einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Nach zwei Jahren hat das Konsortium, das von der Stichting Materials Innovation Institute in den Niederlanden koordiniert wird, erfolgreich die wichtigsten Bausteine integrierter Wasserstoff-Elektro-Antriebssysteme entwickelt, die für einen emissionsarmen Regional- und Kurzstreckenflugverkehr benötigt werden. TRIATHLON befasst sich mit den kritischen Herausforderungen der Verbrennung, der Speicherung, des Wärmemanagements und der vollständigen Integration des Antriebsstrangs, die für Flugzeuge der Megawattklasse erforderlich sind, die den nächsten Schritt in der nachhaltigen Luftfahrt darstellen. Durch die Zusammenarbeit von Universitäten, Forschungszentren und Industriepartnern werden im Rahmen des Projekts robustere, wartungsarme, emissionsarme und reaktionsschnelle Wasserstoff-Elektro-Antriebsstränge für diese Flugzeuge entwickelt.

Meilensteine auf dem Weg zur wasserstoffbetriebenen Luftfahrt

Auf der Fortschrittssitzung, die im November 2025 in Florenz stattfand, wurden die wichtigsten Errungenschaften des Projekts in den vergangenen 24 Monaten vorgestellt. Im Bereich der Wasserstoffverbrennung validierten die Forschenden unter der Leitung des niederländischen Projektpartners Delft University of Technology Simulationen für einen Brenner, der zu 100 % mit Wasserstoff betrieben wird. Das Team bestätigte, dass ein stabiler Betrieb mit kontrollierten Stickoxidemissionen unter verschiedenen Betriebsbedingungen möglich ist – ein entscheidender Schritt für sichere und umweltfreundliche Motoren. Die Optimierung der Mehrzustandsspeicherung von Wasserstoff wurde von den deutschen Partnern Technische Universität Dresden und Cryomotive durchgeführt. Durch die Verknüpfung von gasförmigem, flüssigem und kryokomprimiertem Wasserstoff will das Team die Energiedichte maximieren und gleichzeitig das Systemgewicht reduzieren. Auch Innovationen im Wärmemanagement sind vielversprechend. Die Projektpartner Lithoz (Österreich), Ergon Research (Italien) und die Sabancı-Universität (Türkei) entwickeln keramische Wärmetauscher aus Aluminiumnitrid. Diese Komponenten halten höheren Betriebstemperaturen stand als herkömmliche Metalle und ermöglichen kompaktere und effizientere thermische Systeme durch Nutzung der Abwärme von Brennstoffzellen. Schließlich integriert Ergon Research Wasserstoffspeicher, Brennstoffzellen, Wärmemanagement, Leistungselektronik und Turboprop-Antrieb zu einem kompletten Wasserstoff-Elektro-Antriebssystem. Dieser Ansatz auf Systemebene bewertet die Leistung über den gesamten Flugbereich hinweg und stellt sicher, dass die einzelnen Innovationen zuverlässig zusammenwirken, um den künftigen industriellen Einsatz zu unterstützen. „Wir befinden uns auf der Halbzeit des TRIATHLON-Projekts, und alle einzelnen Bausteine fügen sich nun wirklich langsam zusammen“, bemerkt Julien van Campen, Assistenzprofessor an der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der Technischen Universität Delft, in einer TRIATHLON-Pressemitteilung(öffnet in neuem Fenster). „Ich bin zuversichtlich, dass die im TRIATHLON-Projekt entwickelten Technologien zur Verwirklichung eines disruptiven hybriden Wasserstoff-Elektro-Antriebsstrangs für Flugzeuge der Megawatt-Klasse beitragen werden.“ Die Fortschritte des Projekts werden eine sicherere Verbrennung, eine effizientere Energienutzung sowie eine zuverlässigere Wasserstoffspeicherung fördern.

Ein Workshop zur Erforschung nachhaltiger Brennstofflösungen

Über die technische Entwicklung hinaus fördert das TRIATHLON auch die Zusammenarbeit innerhalb des europäischen Wasserstoff-Ökosystems. Ein gutes Beispiel ist die Teilnahme am kommenden Clean Fuel Horizons Workshop(öffnet in neuem Fenster), der am 26. Mai in Prag stattfindet. Auf der Veranstaltung treffen sich Fachleute aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie, um die neuesten Entwicklungen zu diskutieren, die den Übergang zu sauberen und kohlenstoffarmen Energielösungen vorantreiben. Zwei Vertreter des TRIATHLON (THERMODYNAMICS-DRIVEN CONTROL MANAGEMENT OF HYDROGEN POWERED AND ELECTRIFIED PROPULSION FOR AVIATION)-Projekts werden zu „Session 1: Engineering the Hydrogen Future“ des Workshops beitragen. Delfts van Campen wird Multi-State-Wasserstoff-Kraftstoffsysteme erörtern und dabei deren Rolle für ein flexibles Energiemanagement in Flugzeugen der nächsten Generation hervorheben. Christoph Ebert von der Technischen Universität Dresden wird sich mit den wichtigsten Werkstoffproblemen bei der kryokomprimierten Lagerung befassen und einen Beitrag zur Entwicklung fortgeschrittener Typ-V-Tanks leisten. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit zu erfahren, wie die Spitzenforschung die Energie- und Mobilitätssysteme der Zukunft in Europa gestaltet. Weitere Informationen: Website des TRIATHLON-Projekts(öffnet in neuem Fenster)

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