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Wert unserer Böden durch Wissenschaft, Kunst und Politik ins Bewusstsein rufen

Das Team von SoilTribes initiiert lebende Museen, Kunstausstellungen und politische Ressourcen, um zur Wiederherstellung der Böden der Erde beizutragen und deren Nachhaltigkeit in der Zukunft zu sichern.

Das EU-finanzierte Projekt SoilTribes(öffnet in neuem Fenster) dient dazu, die Menschen für die wichtige Rolle, die der Boden in unserer Welt einnimmt, und für die Herausforderungen zu sensibilisieren, die im Zusammenhang mit dem Boden bestehen. Das Projekt vereint 25 Partner aus elf europäischen Ländern und zielt darauf ab, das Wissen über den Boden zu erweitern sowie die in Hinsicht auf den Boden relevanten Werte und die Konnektivität in Richtung Wissenschaft, Technologie und kreativen Ausdruck wiederherzustellen. Zu den seit dem Start 2025 ergriffenen Maßnahmen zählen ein Bodenmuseum, ein spezieller digitaler Raum zur Vorstellung politischer Wege im Bereich der Bodenpolitik sowie eine Kunstausstellung, mit der die Funktion erkundet wird, die der Boden in einer nachhaltigen Zukunft übernimmt.

Wissen teilen, Horizonte erweitern

Das Team von SoilTribes erreichte kürzlich in der Ukraine mit der Eröffnung des ersten Living Soil Museum(öffnet in neuem Fenster), eines Museums zum Thema lebendiger Boden, einen wichtigen Meilenstein. Der östliche Standort des Museums wurde im Juni 2026 an der Staatlichen Agraruniversität Poltawa eingeweiht. Das Museum verbindet wissenschaftliche Forschung und Bildung und ist Teil der Projektinitiative „Soil Ark: Shaping Soil Futures Together“(öffnet in neuem Fenster), das darauf abzielt, eine Kultur des Wissens über Böden zu entwickeln und die Öffentlichkeit für deren ökologische Werte zu sensibilisieren. Das Museum verfügt über eine Echtzeitüberwachung des pH-Werts, der Temperatur, der Feuchtigkeit und weiterer Parameter des Bodens. Zudem bietet es einen Raum, in dem verschiedene Aspekte untersucht werden können, beispielsweise das Bodenökosystem und die Aufgaben, die Mikroorganismen darin übernehmen. Der Projektpartner Global Network of Water Museums hat „Soil Art Tales. Living Ecosystems for Shared Futures“ organisiert, eine Wanderausstellung, die die tiefgreifenden Zusammenhänge zwischen Boden, Wasser und Leben aus der Perspektive der zeitgenössischen Kunst betrachtet. Die Ausstellung, an der vier international anerkannte Kunstschaffende verschiedener Generationen mitwirken, wird in sieben verschiedenen europäischen Institutionen in Bulgarien, Frankreich, Italien, Polen, Portugal und Slowenien zu sehen sein. Kurator Stefano Cagol äußert sich in einer SoilTribes-Pressemeldung(öffnet in neuem Fenster) zum Ziel der Ausstellung und zur Bedeutung des Bodens: „Durch Empathie, künstlerische Perspektiven und Umschlüsselung vereinen uns diese Werke in einer gemeinsamen Vision in Bezug auf die grundlegenden Werte des Bodens. Unsere Herausforderung besteht darin, diese wertvollen Geschichten in ganz Europa und darüber hinaus zu verbreiten. Der Boden ist lebendig – und lebt mit uns. Er birgt Erinnerungen, trägt die Spuren vergangener Zivilisationen und nährt jede Zukunft, die wir uns vorstellen können. Seine Vitalität anzuerkennen bedeutet, uns unsere gegenseitige Abhängigkeit von den Ökosystemen einzugestehen, die uns erhalten. Indem wir wissenschaftliche Erkenntnisse in sinnliche Erzählungen und gemeinsame Erfahrungen übersetzen, öffnen wir Wege für Bewusstsein, Fürsorge und Verantwortung. Die Stimmen des Bodens – seine Texturen, seine subtilen Rhythmen, seine stille Resilienz – werden zu Brücken zwischen den Kulturen und erinnern uns daran, dass wir ein zerbrechliches und unersetzliches Erbe behüten müssen.“

Wege zur wirksamen Bodenpolitik

Im Zuge von SoilTribes wurden außerdem Politische Handlungsoptionen(öffnet in neuem Fenster) ins Leben gerufen, eine Ressource, die Verantwortlichen der Politik Unterstützung dabei anbietet, den Bodenschutz in praktische Maßnahmen umzusetzen. Der Bereich Politische Handlungsoptionen ist über die Registerkarte Ressourcen auf der Projektwebsite zugänglich und wird eine Reihe aus fünf digitalen Broschüren sowie dazugehörigen Hörbüchern enthalten, die vom Projektpartner ICLEI Europe erstellt wurden. In jeder Broschüre stehen zentrale Herausforderungen im Bereich Boden und die Maßnahmen, die Behörden ergreifen können, um diese anzugehen, im Mittelpunkt. Die erste Veröffentlichung der Reihe befasst sich mit Vorbeugung und Umkehrung der Bodenversiegelung(öffnet in neuem Fenster). Weitere Broschüren mit Leitlinien zum Thema Boden werden nach und nach veröffentlicht. Durch diese und weitere Initiativen trägt die Arbeit von SoilTribes (Glocal ecosystems restoring soil values, roles and connectivity) dazu bei, die langfristige Nachhaltigkeit des Bodens als fundamentale Ressource für zukünftige Generationen zu sichern. Das Projekt endet im Dezember 2027. Weitere Informationen: SoilTribes-Projektwebsite(öffnet in neuem Fenster)

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