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Electric Vehicles Management for carbon neutrality in Europe

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V2X-Lösungen für eine CO2-freie Mobilität

Die Umstellung auf einen CO2-neutralen Verkehrssektor spielt bei den Klimazielen Europas eine zentrale Rolle. EV4EU hat Strategien entwickelt und validiert, um diesen Übergang zu beschleunigen.

In der ersten Hälfte des Jahres 2026 stieg der europaweite Absatz von Elektrofahrzeugen (EV) um 35,1 %(öffnet in neuem Fenster), was einem Wachstum von mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die derzeit auf unseren Straßen verkehrenden Elektrofahrzeuge sparen der EU Kosten für die Einfuhr fossiler Brennstoffe in Höhe von jährlich rund 4,5 Milliarden Euro(öffnet in neuem Fenster) ein, was wiederum mit erheblichen Umweltvorteilen einhergeht. Das EU-finanzierte Projekt EV4EU(öffnet in neuem Fenster) richtete seine Maßnahmen auf Vehicle-to-Everything (V2X(öffnet in neuem Fenster) –Lösungen) aus: V2X ermöglicht eine nahtlosere Vernetzung von Elektrofahrzeugen und fördert somit deren schnellere Verbreitung.

Die Nutzerschaft durch EV-Flexibilität zur aktiven Mitgestaltung befähigen

Im Rahmen des EV4EU-Projekts wurden verschiedene Flexibilitäts-Tools und -Dienste entwickelt und bewertet, die in Elektrofahrzeugsysteme integriert werden können, insbesondere im Kontext von V2X und unter Berücksichtigung der Nutzungsperspektive. „Abgesehen von der Hardware und Software lieferte EV4EU wichtige Erkenntnisse zur Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer, indem die Bürgerschaft in den Mittelpunkt der V2X-Managementstrategien gestellt wird“, betont Projektkoordinator Hugo Morais. Eines der wichtigsten Ergebnisse des Projekts war die Entwicklung und erfolgreiche Erprobung eines voll funktionsfähigen Prototyps einer bidirektionalen Ladestation unter Verwendung von Standardtechnologie für kombinierte Ladesysteme. Zudem wurden Open-Source-Tools für Betreiber von Ladestationen entwickelt, die die Kommunikation auf Basis intelligenter/bidirektionaler Ladestandards abwickeln. EV4EU forschte des Weiteren an einer Lösung, bei der ein virtuelles Kraftwerk die EV-Flexibilität regelt, indem verschiedene Ressourcen optimiert und verfügbare Energiemärkte erschlossen werden. „Dieser Ansatz kann zu höheren Einnahmen führen und gleichzeitig direkte Vorteile für die Nutzerschaft mit sich bringen“, sagt Morais. Ferner wurde an realen Demonstrationsstandorten die Aktivierung von Flexibilitätsdiensten durch Preissignale erprobt und validiert – die Preise wurden auf Grundlage der Netzbedingungen und der verfügbaren erneuerbaren Energieerzeugung festgelegt. Schließlich befasste sich EV4EU durch die Bereitstellung von Diensten, die in voraussichtlichen Zeiten mit Einschränkungen bei erneuerbarer Energie aktiviert werden, mit entsprechenden Versorgungslücken. „Diese Koordination kann potenziell die Einschränkungen bei erneuerbarer Energie erheblich mindern, die erneuerbare Energienutzung steigern und folglich die CO2-Emissionen senken“, merkt Morais an.

Die technische Durchführbarkeit des intelligenten Ladens in vier EU-Pilotversuchen bewerten

Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Flexibilitätslösungen und Managementstrategien erfolgreich an Demonstrationssystemen in vier EU-Ländern erprobt. In Portugal integrierte das Team unidirektionale/bidirektionale Ladepunkte mit Elektrofahrzeugen in verschiedenen Umgebungen, darunter Wohngebäude und öffentliche Gebäude. Der Pilotversuch erzielte eine durchschnittliche Kostensenkung von 14 % beim Laden in Haushalten und eine um bis zu 21,9 % höhere Integration erneuerbarer Energie. In Slowenien integrierte das Team virtuelle Kraftwerke und lokale Marktplattformen in Büro- und Schulgebäuden. Dadurch wurden erfolgreich flexible Kapazitäten bei Lade- und Entladevorgängen erprobt und der Mehrwert von V2X gegenüber herkömmlichem intelligenten Laden unter Beweis gestellt. Der Pilotversuch in Athen bestätigte die Bedeutung einer dynamischen Preisgestaltung und flexibler Kapazitätsverträge, indem öffentliche Ladeumgebungen und die Auswirkungen von Elektrofahrzeugen auf das Stromnetz in den Fokus gerückt wurden. Diese Fallstudie hob die Bedeutung der Standortzugänglichkeit, vereinfachter Genehmigungsverfahren und solider wirtschaftlicher Anreize hervor. Der dänische Pilotversuch war auf das Management von Ladeclustern auf Parkplätzen ausgerichtet, insbesondere an Orten mit lokal verfügbarer erneuerbarer Energieerzeugung. Mithilfe dezentraler Regelalgorithmen wurden Phasenunsymmetrien reduziert, die lokale Nutzung erneuerbarer Energie maximiert sowie Kosten und der Einsatz fossiler Brennstoffe gesenkt.

Elektrofahrzeuge in großem Umfang auf dem Markt einführen: Synergien erschließen

Die Maßnahmen des Projekts gründeten auf der Überzeugung, dass ein erfolgreicher grüner Wandel im europäischen Verkehrssektor von einer effektiven Koordination der Interessengruppen abhängt. Zu diesem Zweck rief EV4EU gemeinsam mit vier weiteren verwandten EU-finanzierten Projekten den V2X-Cluster(öffnet in neuem Fenster) ins Leben, der schließlich um vier weitere Projekte erweitert wurde. Über den weiterhin aktiven V2X-Cluster werden Erkenntnisse ausgetauscht und Maßnahmen initiiert, die zur Weiterentwicklung von V2X-Technologien beitragen. Auf diese Weise kommt die EU ihrer Vision eines intelligenteren und umweltfreundlicheren Mobilitätsökosystems einen Schritt näher.