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Inhalt archiviert am 2024-05-24
Atlantic network of interdisciplinary moorings and timeseries for europe

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Online-Datenbank zur Förderung der interdisziplinären Ozeanmodellierung

Gemeinschaftliche Beobachtungen zur Veränderlichkeit der Ozeane in biogeochemischen Bedingungen und Prozessen spielen für die Erforschung und Erklärung globaler Veränderungen in diesen Lebensräumen eine immer bedeutsamere Rolle. Das ANIMATE-Projekt initiierte Aktivitäten im Bereich interdisziplinärer Zeit-Reihen-Moorings mit der Zielsetzung, einen konsistenten Datenbestand an Zeit-Reihen-Beobachtungen zu erstellen, der über das Internet frei verfügbar ist.

Treibhausgase, insbesondere Kohlendioxid (CO2), sind eng mit der Klimaveränderung verbunden; ihre dramatische Zunahme in letzter Zeit stellt die wissenschaftliche Gemeinschaft, politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit vor Herausforderungen. Die Effizienz der Maßnahmen zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes wird letztendlich anhand der langfristigen Auswirkungen auf den CO2-Gehalt in der Luft bewertet. Eine Beurteilung ist wiederum von den Erkenntnissen abhängig, die über langfristige Veränderungen in der Lagerung von Kohlenstoffreserven bestehen. Beobachtungen und Modellierungen legen die Vermutung nahe, dass der Ozean als größtes mobiles Sammelbecken für Kohlenstoff gegenwärtig rund ein Drittel der CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen aufnimmt. Eine Vorhersage für das zukünftige Verhalten des ozeanischen Kohlenstoffbeckens ist jedoch problematisch, weil dies von möglichen Veränderungen im Ozeankreislauf und der marinen Biogeochemie abhängig ist. Innerhalb des ANIMATE-Projekts wurde eine Mooring-Infrastruktur eingesetzt, die bis heute unterhalten wird; aus ausgewählten Standorten im nordöstlichen Atlantik liefert sie regelmäßig Beobachtungen zu Kohlenstoffzyklus-Variabilität und -Prozessen. Die einzelnen Standorte sind ESTOC in der Nähe der Kanaren, PAP (Porcupine Abyssal Plain) westlich von Irland sowie CIS (Central Irminger Sea), die als Stellvertreter ausgeprägter biogeochemischer Regionen gelten. Diese wurden gewählt, um bestehende Beobachtungen in Europa zu ergänzen und um schließlich mit nicht-europäischen Elementen des Nordatlantik-Beobachtungssystems vernetzt zu werden. Seit 2002 werden physikalische Zeit-Reihen-Daten, wie beispielsweise Temperatur, Salzgehalt und Strömungen gesammelt, ebenso biogeochemische Daten wie Nährstoffe, CO2-Konzentrationen und Fluoreszenz als Übermittler von Phytoplankton-Konzentrationen. Damit der Zugriff auf die Daten nahezu in Echtzeit geschieht, wurden die Moorings mit fernmesstechnisch ausgestatteten Bojen bestückt, welche die Daten über Satellit an Land sendeten. Außerdem wurde die Datenverarbeitung in Echtzeit und die Anzeigemöglichkeiten weiter entwickelt und kann über die Internetseite des Projekts aufgerufen werden. Die interdisziplinären Zeit-Reihen-Beobachtungen zu den in den Ozeanen stattfindenden Prozessen werden eine wesentliche Rolle für die Weiterentwicklung der Modelle spielen, die man braucht, um den Anteil der Ozeane am globalen Kohlenstoffzyklus zu verstehen. Des Weiteren sind die Zeit-Reihen-Beobachtungen in ein globales integriertes Ozean-Überwachungssystem eingebettet und ihre Beobachtungsergebnisse tragen dazu bei, dynamisch konsistente Beschreibungen des Ozeanzustands zu erstellen, die dazu verwendet werden können, Modelle zur Vorhersage des Klimas vorzubereiten.

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