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Inhalt archiviert am 2024-05-21
Sustainable control of lepidopterous pests in olive groves - integration of egg parasitoids and pheromones.

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Insektizidfreie Schädlingsbekämpfung bei Olivenbäumen

Im Rahmen des TRIPHELIO-Projekts wurden Verwirrungstechniken entwickelt, untersucht und optimiert, um die Bestandteile des Sexuallockstoffs der wichtigsten Schädlingssorte für Olivenbäume im Mittelmeerraum zu kontrollieren.

Die wichtigsten Insektenspezies, die die Olivenbäume im Mittelmeerraum bedrohen, sind Olivenmotte und Jasminzünsler (Gattung Lepidoptera). Diese werden hauptsächlich durch häufige Anwendung von Insektiziden kontrolliert, die giftige Chemikalien mit möglicherweise schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt enthalten können und oftmals insektenresistent sind. Davon angetrieben, untersuchte man innerhalb des TRIPHELIO-Projekts umweltfreundliche, toxikologisch sichere und selektivere Pestizide und studierte natürliche Verbindungen wie beispielsweise Pheromone. Das Ziel lag in der Entwicklung eines insektizidfreien Schädlingsbekämpfungssystems, das sowohl realisierbar als auch nachhaltig ist und unterschiedliche Verfahren kombiniert. Dies heißt im Einzelnen, die Forscher untersuchten und verbesserten die Bestandteilsformulierung von Sexuallockstoffen, die bei der Verwirrungstechnik zum Einsatz kommen sollen. Die beispielsweise in Schädlingsbekämpfungsprogammen für Olivenbäume angewandte Verwirrungstechnik umfasst die Überflutung eines Olivenhains mit großen Mengen an Sexuallockstoffen, um potenzielle Partner von der gegenseitigen Lokalisierung und der Paarung abzuhalten. Der gemeine Montmorillonit-Ton erwies sich als effektives Substrat zur Formulierung mit verzögerter Freisetzung und zum UV-Schutz der Bestandteile des Sexuallockstoffs des Jasminzünslers. Obschon sich die Verwirrungstechnik gegenüber des Jasminzünslers mit einer Desorientierung der Männchen von 90% als effektiv erwies, eignet sie sich nur für isolierte, dicht bepflanzte Olivenplantagen. Man sucht nach einer weiteren Zusammenarbeit mit öffentlichen Instituten oder Privatunternehmen, um diese Technologie in Ländern des Olivenanbaus oder bei anderen Anbausorten weiterzuentwicklen, die unter Schäden durch P. unionalis leiden. Zusätzlich dazu werden weitere Kostensenkungen bei Synthese, Formulierung und Feldanwendung von Pheromonen angestrebt.

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