Mehr Sicherheit und Genauigkeit bei der humanitären Hilfe aus der Luft
Humanitäre Hilfe kann oft nur per Fallschirmabwurf erfolgen. Die Tsunamikatastrophe und das schwere Erdbeben in den Bergen Pakistans sind nur zwei aktuelle Beispiele. Der Abwurf schwerer Lasten ist teuer und zudem mit Sicherheitsproblemen verbunden. Aus diesem Grund suchte man im FASTwing-Konsortium nach neuen Lösungen. Für den während des Projekts entwickelten Gleitschirm galten strikte Beschränkungen hinsichtlich von Gewicht und Flexibilität. Das Nationale Luft- und Raumfahrtlaboratorium (NLR) in den Niederlanden wurde mit der Erstellung der Navigationshardware und -software beauftragt. Weiterhin wirkte EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) dabei mit. Man verwendete COTS-Produkte, um zukünftige Aufwertungen des Systems zu ermöglichen. Es ging im Besonderen darum, Gewicht und Abmessungen des Systems möglichst gering zu halten. Hinsichtlich der Software wurde ein Software-Grundpaket mit einem Betriebssystem und Treibern für die Zusammenschaltung mit weiteren Systemen am Gleitschirm installiert. Der wichtigste Vorteil dieses Ansatzes liegt in der Autonomie des Navigationssystems, das unabhängig von den anderen Softwarekomponenten aktualisiert werden kann. Das NLR und seine FASTwing-Partner konnten die Funktionalität ihrer Gleitschirmlösung während des Projekts nachweisen. Die Navigationskomponente kann leicht an andere Flugzeugtypen angepasst werden. Neben Hilfsflügen besteht auch ein beachtliches Potenzial für Rettungs- und Bergungseinsätze sowie für eine militärische Verwendung.