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Inhalt archiviert am 2024-05-24
Methane fluxes in ocean margin sediments: microbiological and geochemical control

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Seismische Kartierung des freien Methangases in der Ostsee

Im Rahmen des METROL Projektes wurden Geographische Informationssysteme verwendet, um Gas unter dem Meeresboden in Sedimenten unter dem Shagerrak und der Ostsee zu kartografieren, und um geeignete Stellen zur Untersuchung erhöhter Methanemissionen zu finden.

Die marine Umgebung spielt eine unwesentliche Rolle im Strahlungshaushalt der Erde, sie trägt zu nur 2% zum Methanvorkommen in der Atmosphäre bei. Der atmosphärische Methangehalt beeinflusst jedoch deutlich die Strahlungsadsorption im Infrarotbereich und auch photochemische Reaktionen, mit ernsten Folgen für die lokale Umgebung und künftige Klimaveränderungen. Das meiste des aus der marinen Umgebung stammenden Methans bildet sich im Endstadium der mikrobiellen Zersetzung organischer Stoffe, die sich auf dem Meeresboden ablagern und unter ozeanischen Randsedimenten vergraben sind. Um zuverlässige Schätzungen über den Methanausstoß vom Meeresboden zu erhalten, ist es wichtig eine so genaue Übersicht wie möglich über die Methangasvorkommen und ihre Tiefe unter dem Meeresboden zu erhalten. Zu diesem Zweck untersuchten die Forscher am "Geological Survey of Denmark and Greenland (GEUS)" in Kopenhagen oberflächennahe seismische Daten zahlreicher Vermessungen, die im Shagerrak und in den westelichen Teilen der Ostsee durchgeführt worden sind. Informationen aus Karten, die auf der Basis verschiedener Berichte früherer Ortsmessungen hergestellt wurden, wurden mit neuen Daten, die im Rahmen des METROL Projektes bei Kreuzfahrten gesammelt wurden, zusammengefasst. Auf der Grundlage der erhaltenen seismischen Profile wurde eine Höhenlinienkarte aufgestellt, die die Tiefen des freien Methangases unter dem Meeresboden anzeigt und eine genaue Übersicht über alle oberflächennahe Methangasvorkommen in marinen Sedimenten vermittelt. Die oberflächennahe Gaskarte wurde als ein ESRI® Shape-File digital gespeichert, wodurch sich die Möglichkeit ergibt, die Karte in jedem gegebenen Maßstab unter Verwendung passender Software für Geographische Informationssysteme (GIS) anzuschauen. Obwohl die Datenbank über die Tiefe des oberflächennahen Gas erstellt wurde, um ein besseres Verständnis der geologischen Steuerung des Methanaustritts aus dem Meeresboden zu liefern, kann sie ebenso für andere Zwecke nützlich sein. Wenn sie mit chemischen Daten zum Porenwasser im Sediment richtig kalibriert wird, kann man damit Informationen über den Zustand ökologisch gefährdeter Gebiete liefern. Solche Gebiete können Meeresarme und Buchten sein, die infolge der zunehmenden Einleitung von Nährstoffen aus der hochproduktiven Landwirtschaft langfristig der Eutrophierung ausgesetzt sind.

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