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Integrated optimization of landslide alert systems

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Überwachung erdrutschgefährdeter Gebiete

Für die räumliche Optimierung von Erdrutschwarnsystemen wurde ein vielseitiger Ansatz gewählt, um die Gebiete mit aktiver und potenzieller Erdrutschgefahr, die Schrittweise überwacht werden müssen, zu reduzieren.

Klimawandel und Umwelt

Die Folgen von extremen Naturereignissen wie Erdrutsche sind auf dem ganzen Globus enorm und stellen eine ernsthafte Behinderung für den Fortschritt jener Gesellschaften dar, die hart für eine nachhaltige Entwicklung kämpfen. Viel zu oft stehen den gefährdeten Gesellschaften keine geeigneten Frühwarnsysteme zur Verfügung, auch sind sie nicht angemessen ausgestattet, um auf vorliegende Warnungen zu reagieren. Strategien zur Begrenzung von Erdrutschgefahren sollten aus verschiedenen Maßnahmen bestehen. Dazu gehören die Kartierung von Gefahrenzonen, Echtzeit-Überwachung und Warnsysteme für aktive Erdrutsche, Schutzmaßnahmen sowie Katastrophenschutzplanung. Vor diesem Hintergrund hat das Projekt OASYS versucht, möglichst viele Informationen verschiedener Disziplinen zu sammeln, die in einem wissensbasierten System zur Definition des Erdrutschrisikos benutzt werden können. Aufgrund der Kombination topografischer, geologischer und seismologischer Bedingungen sind Erdrutsche ein bekanntes Phänomen in Nordgriechenland, wo auch das Gebiet liegt, das der Projektparten EGNATIA ODOS S.A. untersuchte. Das griechische Versuchsgebiet "Prinotopa" wurde anhand von Fernerkundungsdaten, die mithilfe der differenzialen Interferometrie durch ein Synthetic Aperture Radar (SAR) ermittelt wurden, als erdrutschgefährdetes Gebiet identifiziert. Die Geomorphologie des "Prinotopa"-Landrutsches zeigte weiterhin, dass bereits in der Vergangenheit größere Landrutsche vorgelegen haben, die auch anhand der verfügbaren geologischen Daten bestätigt wurden. Der erste Schritt bestand in geodätischen Deformationsmessungen, um Informationen über die Verschiebung von Blöcken und Grenzen zwischen stabilen und instabilen Gebieten zu sammeln. Im nächsten Schritt wurden an den Grenzen zwischen stabilen und instabilen Bereichen, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in entgegengesetzte Richtungen bewegen, hochgenaue geotechnische Messsysteme installiert. Dieses Multisensornetz, das aus Neigungsmessern, Dehnungsmessern, Druckmessern und einem Niederschlagsmesser bestand, zeichnete von 2002 bis 2004 ununterbrochen Daten auf und konnte daher ein Echtzeit-Warnsystem unterstützen. Die gesammelten Informationen wurden innerhalb des wissensbasierten Systems verfügbar gemacht, das vom OASYS-Projekt vorgeschlagen wurde, um die weitere Entwicklung des Landrutschgebietes zu bewerten. Dieses System könnte den Experten von der Datenerfassung zur Definition des Erdrutschrisikos zur Ausarbeitung von Vorschlägen für Maßnahmen zum Risikomanagement leiten.

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