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Einsatz von Mensch und Maschine bei Such- und Rettungseinsätzen

Die Durchführung von Such- und Rettungseinsätzen kann durch eine innovative Herangehensweise zum Wissensaustausch zwischen gemeinsam eingesetzten Einsatzkräften und Robotern, deren Zusammenarbeit oftmals problematisch ist, erleichtert werden.

Digitale Wirtschaft

Die Koordinierung der Interaktionen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Einheiten in einer gemeinsamen Umgebung birgt eine Reihe von Herausforderungen. Durch eine Kombination der unterschiedlichen Fähigkeiten von Menschen und Maschinen könnte allerdings ein umfangreicher Nutzen entstehen. Diesen Nutzen greifbar zu machen, war das Ziel von PELOTE, einem richtungsweisenden FTE-Projekt, das vom Programm Technologien für die Informationsgesellschaft gefördert wurde. Informatiker der Universität Würzburg, ein Teilnehmer des PELOTE-Projekts, entwickelten ein neues Konzept zum Wissensaustausch. Dieses Konzept zielte unter Anderem auf den Einsatz bei Such- und Rettungseinsätze in Gebäuden ab, in denen ein Feuer ausgebrochen war. Ziel war es, die bisherigen statischen Flucht- und Rettungspläne, die oftmals zu viele Informationen enthalten, zu verbessern, und sie in einheitlicher Form zu gestalten. Die Lösung hierfür war der Entwurf eines neuen Notfallplans (Search and Rescue Map, SRM). In diesem Plan war der Grundriss des Gebäudes in digitaler Form abgespeichert. Informationen zu Notausgängen und Sprinkleranlagen sowie über Lagerstätten giftiger und entflammbarer Materialien können dann in Form einzelner Layer über diesen Grundriss gelegt werden. Der Abruf der erforderlichen Daten von einer zentralen Datenbank durch die Benutzer des Systems ist jederzeit möglich. Zudem kann ein direkter Wissensaustausch zwischen Menschen und Robotern, die an der Rettung teilnehmen, durchgeführt werden. Die Erfahrungen, die während des PELOTE-Projekts gesammelt wurden, zeigten, dass zu den wichtigsten Variablen der Status einer Einheit (beispielsweise beschäftigt, frei, Hilfe erforderlich), ihre Position auf der SRM und die beabsichtigte Richtungsbewegung gehörten. Im Fall vermisster Einheiten war es, sofern der Abstand zu Einheiten mit bekannter Position abrufbar war, möglich, durch Triangulation ihre Position zu bestimmen. Die SRM-Datenbank kann in Rettungsstationen vor Ort untergebracht werden, wodurch die Anforderung einer SRM in Notfallsituationen möglich ist. Weitere Tests dieser innovativen Herangehensweise sind im Rahmen des PELOTE-Projekts geplant.

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