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Wie sich die Bereitschaft für Krankheitsausbrüche mit dem Ebola-Impfstoff verbessern lässt

Ein weltweites Expertenkonsortium aus Wissenschaft und Privatwirtschaft hat eine groß angelegte klinische Studie zur Verhinderung der Ausbreitung der Ebola-Epidemie ins Leben gerufen.

Gesundheit

Das Ebola-Fieber, das eine Gefahr für Menschen und andere Primaten darstellt, kann bis zum Tod führen. Die Sterblichkeitsrate liegt hier zwischen 25 % und 90 %. Die weltweit zweitgrößte Ebola-Epidemie, die jemals aufgezeichnet wurde, wütet derzeit immer noch in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind seit der Meldung des Ausbruchs im Jahr 2018 mehr als 2 000 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 3 000 Infektionen bestätigt worden. Das EU-finanzierte Projekt EBOMAN (Manufacturing and Development for Rapid Access Ebola Vaccine) unterstützt zusammen mit nationalen und internationalen Partnern die von der Regierung der Demokratischen Republik Kongo geführte Reaktion. Das Konsortium hilft der Regierung der Demokratischen Republik Kongo bei der Einführung eines zweiten experimentellen Ebola-Impfstoffs im Rahmen eines Protokolls für klinische Studien, heißt es in einer Pressemitteilung der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI). „Das zweidosige Ebola-Impfschema (Ad26.ZEBOV MVA-BN-Filo) wird von den Janssen Pharmaceutical Companies von Johnson & Johnson hergestellt.“ Weiter heißt es: „Es wurde in Zusammenarbeit mit globalen Partnern entwickelt, darunter Bavarian Nordic A/S, die Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) der Vereinigten Staaten, Teil des Office of the Assistant Secretary for Preparedness and Response am Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste der Vereinigten Staaten (HHS), die durch das Programm Horizont 2020 der Europäischen Union finanzierte Initiative Innovative Arzneimittel (IMI) und die National Institutes of Health (NIH) am HHS.“

Ergänzung des bestehenden Impfstoffs

Wie in der Pressemitteilung der CEPI ausgeführt wird, soll der derzeitige Impfstoff (rVSV-ZEBOV-GP, hergestellt von Merck) durch den zweiten Impfstoff ergänzt werden. „Mehr als 6 500 Menschen haben bereits an mehreren früheren und laufenden klinischen Studien des Ebola-Impfschemas von Janssen teilgenommen. Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass der Impfstoff gut verträglich ist und eine starke Immunantwort auf den Zaire-Stamm des Ebola-Virus auslöst – die Ursache für den Krankheitsausbruch in der Demokratischen Republik Kongo.“ Die Einführung des zweiten experimentellen Impfstoffs entspricht den Empfehlungen des Strategischen Beirats für Immunisierungsfragen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation. Die im Mai 2019 herausgegebenen SAGE-Empfehlungen umfassen verschiedene Maßnahmen wie die Anpassung der Dosis des rVSV-ZEBOV-GP-Impfstoffs und die Bewertung eines zweiten Impfstoffs nach geeigneten Protokollen. Die Hauptimpfstrategie für den rVSV-ZEBOV-GP-Impfstoff ist eine „Ringstrategie“, die sich an Personen mit Kontakt zu Ebola-Erkrankten sowie auch an andere gefährdete Gesundheitsfachkräfte und patientennahe Arbeitskräfte richtet.

Prime-Boost-Impfstoff

Die Initiative Innovative Arzneimittel, eine Partnerschaft zwischen der EU und der europäischen Pharmaindustrie, hat die Studie über das Programm IMI Ebola+ finanziert, um mehrere Konsortien zu unterstützen, die zahlreiche klinische Studien und andere Aktivitäten zur Impfstoffentwicklung durchführen. Zu den durch das Gemeinschaftsunternehmen IMI 2 geförderten Konsortien gehören EBOVAC1, EBOVAC2, EBOVAC3, EBOMAN und EBODAC. Das Projekt EBOMAN endete 2017. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Beschleunigung der Entwicklung und Herstellung eines Prime-Boost-Impfschemas (Ad26.ZEBOV MVA-BN-Filo) gegen Ebola. Weitere Informationen: EBOMAN-Projektwebsite

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