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PAPRAT (Predictive Algorithm for Pre-Rheumatoid Arthritis Treatment). The new and most efficient multiple biomarkers-based system for an early selection of RA treatment intensity

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Eine frühe Prognose verbessert die Behandlungsergebnisse bei rheumatoider Arthritis

Ein neues Gerät, das eine genaue Vorhersage von Patientenprognosen liefert, hilft der Rheumatologie dabei, die Behandlung von rheumatoider Arthritis zu verbessern.

Gesundheit

Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die nicht nur die Gelenke, sondern auch Haut, Augen, Lunge, Herz und Blutgefäße betrifft. Der Schlüssel zur Kontrolle der Krankheit liegt in der Identifizierung derjenigen Betroffenen, die umgehend mit der Intensivtherapie beginnen müssen. Das erfordert jedoch eine frühzeitige Diagnose, was schwierig sein kann, da die frühen Symptome von rheumatoider Arthritis denen anderer Krankheiten ähneln. Dies wird durch die Tatsache verstärkt, dass ein prognostischer Test zur Präzisierung oder Personalisierung der aktuellen „Treat to Target“-Strategie für die rheumatoide Arthritis nicht existiert. Infolgedessen werden etwa 43 % der Betroffenen hinsichtlich der Behandlungsintensität falsch klassifiziert. Laut Forschenden des EU-finanzierten Projekts PAPRAT besteht die Lösung darin, die Prognose eines Patienten frühzeitig vorherzusagen. „Unser Ziel ist es, die derzeitige klinische Praxis der Rheumatologie in den frühesten Stadien der rheumatoiden Arthritis zu verbessern“, sagt Lorena Sánchez Martín, Direktorin von Making Genetics, einem spanischen Unternehmen aus dem Bereich der medizinischen Diagnostik/Prognosetechnologie und PAPRAT-Projektkoordinatorin.

Eine äußerst genaue Patientenprognose

Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Multi-Biomarker, für den nur eine routinemäßige Blutprobe aus der klinischen Laboruntersuchung der rheumatoiden Arthritis und einige grundlegende klinische Daten benötigt werden. Durch die Kombination klinischer und demografischer Faktoren erstellt das Gerät eine hochpräzise Patientenprognose, anhand derer Gesundheitsdienstleister die beste Therapie für die Behandlung der Krankheit auswählen können. „Das Instrument ist in der Lage, Betroffene mit einer guten Prognose zu identifizieren, die auf Erstlinienbehandlungen wie herkömmliche krankheitsmodifizierende Antirheumatika ansprechen“, erklärt Martín. „Noch wichtiger ist es allerdings, dass ebenso schnell diejenigen identifiziert werden, die eine schlechte Prognose haben und die von hochintensiven Therapien profitieren.“ Das PAPRAT-Projekt betreute Phase 1 der Entwicklung des Instruments. Die Arbeiten umfassten die Validierung des Instruments in einer relevanten Umgebung von 443 Patientenproben aus sechs verschiedenen europäischen Krankenhäusern sowie die Einrichtung klinischer Studien. Die Projektforschenden überprüften auch alle regulatorischen Anforderungen. Dabei wurden die klinische Leistung, Sicherheit und Qualität nachgewiesen, die für eine kommerzielle Zulassung erforderlich sind. Eine Herausforderung, die das Projekt bewältigen musste, war eine Änderung der maßgeblichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für In-vitro-Diagnostika. „Da wir über ein umfassendes Qualitätssystem, eine gründlich konzipierte klinische Studie und einen sorgfältigen Überwachungsplan nach der Markteinführung verfügten, konnten wir uns schnell auf diese restriktiveren Vorschriften einstellen“, fügt Martín hinzu. Das Projekt trug auch zur Verbesserung der technologischen Komponenten des Instruments bei und führte zu einer umfassenden Markt- und Finanzanalyse.

Eine Premiere der ganz eigenen Art

Mit dem Projekt konnte die technische Funktionsfähigkeit des Instruments nachgewiesen und sichergestellt werden, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten wurden. Damit ist es für einen erfolgreichen Markteintritt jetzt gut positioniert. „PAPRAT ist das erste Prognoseinstrument, das speziell für die Klassifizierung von Menschen mit rheumatoider Arthritis entwickelt wurde, das ihre Anforderungen an die Behandlungsintensität erfüllt“, schließt Martín. „Am wichtigsten ist, dass Betroffene durch die frühzeitige Umsetzung wirksamer Behandlungsmethoden für die rheumatoide Arthritis von einer verbesserten Lebensqualität profitieren.“ Das Forschungsteam des Projekts beantragt derzeit die Finanzierung der Phase 2, in der sie die Technologie des Instruments weiterentwickeln wollen.

Schlüsselbegriffe

PAPRAT, rheumatoide Arthritis, Rheumatologen, Früherkennung

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