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SMARTER Finance for Families–Improving Citizens’ Health, Comfort and Financial Well-Being by Supporting Banks, Residential Investors and Solution Providers with Green Homes and Green Mortgage programs

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SMARTER engagiert sich für umweltfreundlichere Gebäude

Bislang waren Banken und Immobilieneigentumsparteien zurückhaltend, was große Investitionen in energieeffiziente Gebäude anbelangt. Doch dies soll sich ändern. Das Projekt SMARTER liefert Beweise für den Nutzen einer Übernahme umweltfreundlicher Verhaltensweisen, während engagierte Bauherren mit ihrer zukünftigen Kundschaft vernetzt werden.

Energie

Die umweltfreundliche Gestaltung von Wohngebäuden ist für die Eigentümerschaft in Europa weniger eine technische Herausforderung, als eine finanzielle Last. Und wenn das alles nur ein großes Missverständnis ist? Wie wäre es, wenn die Auswahl des günstigsten Angebots nur eine kurzfristige Wahrnehmungsverzerrung ist, und die richtige Sichtweise auf Investitionen die Berücksichtigung der monatlichen Betriebskosten ist? Eines ist sicher: ohne die Mitwirkung von Finanzinstituten können Gebäude niemals ihr volles Potenzial ausschöpfen. „Es ist an der Zeit für eine verantwortungsbewusste Darlehensvergabe und durchdachtes Bauen“, sagt Steven Borncamp, Projektleiter des Romania Green Building Council und Koordinator des Projekts SMARTER (SMARTER Finance for Families – Improving Citizens’ Health, Comfort and Financial Well-Being by Supporting Banks, Residential Investors and Solution Providers with Green Homes and Green Mortgage programs). „Da die Senkung des finanziellen Risikos von Darlehen für umweltfreundlichen Wohnungsbau langsam an Wertschätzung gewinnt, können Banken die Kosten für ihre Hypotheken senken. Abgesehen davon wird häufig angenommen, dass der Kauf umweltfreundlichen Wohnraums einen langfristigen finanziellen Nutzen hat. Doch in Wahrheit bieten sich gleich ab dem ersten Monat der Eigentümerschaft Vorteile.“ SMARTER möchte, dass wir bei Investitionsentscheidungen umweltfreundlichem Wohnungsbau den Vorzug geben. Für dieses Ziel werden Familien dabei unterstützt, ihre Sichtweise auf den Immobilienkauf neu zu bewerten, damit nicht mehr allein der Verkaufspreis, sondern auch die Gesamtbetriebskosten der Immobilie, einschließlich der unmittelbaren und langfristigen finanziellen Vorteile von Energieeffizienzmaßnahmen, berücksichtigt werden. Außerdem werden Investoren und Bauträger dabei unterstützt, die Energieleistungskriterien zu verstehen, und diese Leistung Immobilieninteressenten zu demonstrieren. „Wir helfen Banken dabei, festzulegen, ob ein Projekt wirklich ökologisch ist. Wir bieten diesen Forschungsergebnisse, welche die Senkung der Hypothekenzinsen rechtfertigen, sowie Daten zu bestehenden Gebäuden, damit sie unsere Prognosen überprüfen können“, erklärt Borncamp.

Zwei Plattformen, ein Zweck

Über das Projekt wurden zwei zentrale Plattformen erstellt: eine Plattform für Investitionen in umweltfreundlichen Wohnungsbau („Green Homes Investment Platform“), und ein Ökosystem für Dienstleister im Bereich umweltfreundlicher Wohnungsbau („Green Homes Solution Providers“). Auf der erstgenannten Plattform können Interessengruppen die Entwicklungen im Bereich der grünen Baufinanzierung verfolgen. „Die Plattform beinhaltet eine schnelle Recherche zu den ,grünen‘ Auswirkungen auf das finanzielle Risiko und die Leistung, wichtige Zinsentwicklungen für die Gemeinschaften im Banken- und Anlagewesen und sogar Informationen zu laufenden Wohnungsbauprojekten“, erklärt Borncamp. „Wir schließen derzeit eine vorläufige Markteinführung ab, um das Feedback von Partnern und der Gemeinschaft einzuholen.“ Green Homes Solution Providers wiederum ist ein Ökosystem von Unternehmen, die Dienstleistungen, Materialien, Technologien und andere Produkte, die für die Realisierung eines umweltfreundlichen Wohnungsbauprojekts erforderlich sind, bereitstellen. Es ist ideal für Immobilien besitzende Personen, aber auch für die Unternehmen selbst, die unmittelbar die Anzahl weiterer Projektmöglichkeiten erhöhen können. SMARTER berücksichtigt alle Interessengruppen mit einer umfassenden Dokumentation oder Instrumentarien für jede Gruppe. „Wir haben den großen und wachsenden Bestand an Forschungsmaterialien zur grünen Finanzierung und zur Leistung umweltfreundlicher Wohnungen analysiert. Wir berücksichtigten dabei die Verbindung zwischen umweltfreundlicheren Wohnungen und dem geringeren Hypothekenausfallrisiko sowie viele andere damit im Zusammenhang stehende Themen. Schließlich bestimmten wir, wie wir am besten mit lokalen und nationalen Regierungen Partnerschaften schließen können, um dieselben grünen Finanzierungsgrundsätze auf Haushalte mit niedrigem Einkommen anzuwenden“, merkt Borncamp an. In den 12 teilnehmenden Ländern wurden bereits oder werden demnächst über 10 000 Wohnungseinheiten zertifiziert, die einem Projektwert von mehr als 1,5 Milliarden EUR entsprechen. Laut Borncamp ist daran erkennbar, dass eine breite Marktakzeptanz vorhanden und dies kein Nischenmarkt sei, für den er häufig fälschlicherweise gehalten werde. Zum Ende des Projekts wird sich das Team auf Maßnahmen zur Miteinbeziehung neuer Länder fokussieren, insbesondere durch die Anwerbung weiterer Organisationen. Borncamp hofft, dass der Bankensektor nachhaltige Projekte infolge von SMARTER zunehmend belohnen wird, während die Bürgerinnen und Bürger den Mehrwert in Hinsicht auf Qualität, Komfort, Wohlbefinden und finanzieller Sicherheit besser verstehen.

Schlüsselbegriffe

SMARTER, energieeffizient, Gebäude, Finanzierung, umweltfreundliche Hypothek, Öko-Haus, umweltfreundlicher Wohnungsbau

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