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Neue GAP-Instrumente zur Unterstützung der nationalen Agrarpolitik

Ein EU-finanzierter Instrumentenkasten unterstützt Länder beim Vergleich von agrarpolitischen Ansätzen, bei deren Erprobung in nationalen Fallstudien und beim erforderlichen Kompetenzaufbau für deren Anwendung.

Die europäische Landwirtschaftspolitik wird nicht mehr nur daran gemessen, wie Gelder ausgegeben werden. Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik, GAP(öffnet in neuem Fenster) müssen die Länder der Europäischen Union nationale GAP-Strategiepläne erstellen und darlegen, wie diese Pläne zu den Zielen in den Bereichen Klimaschutz, biologische Vielfalt, Ernährungssicherheit und Resilienz des ländlichen Raums beitragen. Ministerien und Behörden benötigen daher Instrumente für die Gestaltung evidenzbasierter politischer Maßnahmen und für die Fortschrittsüberwachung. Dessen ungeachtet gibt es bei der Anwendung dieser Instrumente große Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern. Das EU-finanzierte Projekt Tools4CAP(öffnet in neuem Fenster) schließt diese Lücke, indem Methoden für eine bessere evidenzbasierte Politik gesammelt, getestet und mitgeteilt werden. Unter der Koordination von Ecorys Brussels NV unterstützt es den GAP-Zeitraum von 2023 bis 2027 und liefert wichtige Erkenntnisse für die Agrarpolitik nach 2027. Gemäß dem neuesten Vorschlag soll diese Politik parallel zu umfassenderer EU-Forschung an der Modellierung auf Betriebsebene für GAP-Entscheidungen in nationale und regionale Partnerschaftspläne integriert werden.

Öffentliches Verzeichnis zur Erfassung der europaweiten GAP-Planungsinstrumente

Ein zentrales Projektergebnis ist ein öffentlich zugängliches Verzeichnis der Methoden und Instrumente, die von den 27 Mitgliedstaaten genutzt werden oder politischen Verantwortlichen zur Verfügung stehen. Dies verschafft Fachleuten im Bereich von Politik und Analyse einen klareren Überblick darüber, welche Maßnahmen bereits existieren, wo die Instrumente ihre Stärken haben und wo noch Lücken bestehen. Die Arbeit ist mit dem neuen Umsetzungsmodell der GAP(öffnet in neuem Fenster) verbunden, das den Ländern mehr Flexibilität einräumt, aber auch die Überwachung und Verantwortlichkeit verschärft. Im Rahmen des Tools4CAP-Projekts wurde zudem ein konzeptioneller Rahmen für den GAP-Politikzyklus erstellt und eine vergleichende Leistungsbewertung für bestehende Instrumente durchgeführt, um zu ermitteln, welche Maßnahmen verbessert oder repliziert werden können. Hierdurch werden die Behörden bei der Auswahl geeigneter Nachweise für verschiedene Aufgaben unterstützt, die von der Konzeption einer Maßnahme bis hin zur Überwachung der Umweltleistung reichen.

Instrumente für Modellierung, Beteiligung und Daten durch Fallstudien prüfen

Im Mittelpunkt von Tools4CAP stehen drei operative Bereiche: quantitative Modellierungs- und Prognoseinstrumente, Instrumente zur partizipativen Entscheidungsfindung sowie Daten- und Überwachungstechnologien. Quantitative Modelle können politische Auswirkungen vor und nach der Umsetzung abschätzen. Partizipative Instrumente können Behörden, Sachverständige und Interessengruppen zusammenführen, um politische Erfordernisse zu ermitteln und fundierte Entscheidungen zu unterstützen. Neue Datenquellen, darunter digitale Überwachungssysteme, können zu vereinfachten und verknüpften Rechenschaftsrahmen beitragen. Das Projekt ist außerdem von Kartierungsinstrumenten zu praktischen Demonstrationen übergegangen. Im Rahmen einer Reihe nationaler Fallstudien unter dem Titel Replizierungslabor testet Tools4CAP, wie ausgewählte Instrumente in der Praxis funktionieren. Diese Demonstrationen untersuchen alternative Ansätze zur Gestaltung und Umsetzung der GAP, und sollen eine breitere Anwendung in der gesamten Europäischen Union fördern. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen ebenfalls in die Empfehlungs- und Bildungsaktivitäten des Projekts ein.

Bildungsmaßnahmen in 16 Sprachen unterstützen die Agrarpolitik nach 2027

Wenn die Ergebnisse von Bedeutung sein sollen, müssen Sie für die Endnutzerschaft verständlich und anwendbar sein. Das Projekt hat zu diesem Zweck die Tools4CAP Academy(öffnet in neuem Fenster) ins Leben gerufen, ein Programm zum Kapazitätsaufbau für Ministerien, Verwaltungsbehörden, Zahlstellen und andere an der GAP-Governance beteiligte Interessengruppen. Die Webinare und der Instrumentenkasten helfen der Nutzerschaft bei der Anpassung innovativer Instrumente und Modelle an den jeweiligen nationalen Kontext. Die Bildungsmaterialien werden in mindestens 16 Sprachen der Europäischen Union übersetzt und stehen auch über das Projekt hinaus frei zugänglich zur Verfügung. Der offene Zugang ist insbesondere für kleinere Behörden hilfreich, die möglicherweise über weniger Ressourcen verfügen, um neue Methoden eigenständig zu erproben. Im Rahmen des Tools4CAP-Projekts werden außerdem ein Instrumentenkasten zum Kapazitätsaufbau(öffnet in neuem Fenster), methodische Leitlinien(öffnet in neuem Fenster) sowie ein Handbuch für gute Verfahrensweisen(öffnet in neuem Fenster) erstellt. In der Summe sollen diese Ergebnisse die GAP-Governance evidenzbasierter machen, die Vergleichbarkeit zwischen Ländern vereinfachen und eine bessere Vorbereitung auf den nächsten Politikzyklus fördern.

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